Rodris drohne fliegt zu nah: nachbarn fordern klage gegen man-city-star
Ein surrendes Geräusch vor dem 35. Stockwerk, ein Schatten am Fenster – und der Nachbar ruft die Polizei. Rodri, Mittelfeldstratege von Manchester City, steht plötzlich nicht nur mit dem Kreuzband im Clinch, sondern auch mit der ganzen Salford-Skyline. Drohnen, die seine Wohnung verlassen, sollen direkt vor fremden Wohnzimmern schweben – und das laut Anwohnern „fast täglich“.
Nachbar: „wir fühlen uns beobachtet“
Die Geschichte beginnt harmlos. Rodri kauft sich eine Kamera-Drohne, um seine Genesung zu filmen – zumindest laut Club-Insider. Doch seine Leidenschaft wird zum Albtraum der Nachbarschaft. Ein Anwohner packt aus: „Wir wohnen hier oben, weil niemand in unsere Fenster guckt. Jetzt fliegt der Spanier direkt vor unser Balkon.“ Seine Frau, so sagt er der Sun, traut sich nicht mehr ins Wohnzimmer, wenn die Rotorblätter drohnen.
Zeugen berichten von mindestens fünf Vorfällen in zwei Wochen. Die Drohne soll bis auf zwei Meter an die Glasfassade heran, teilweise sogar im Schwenk die Wohnungen filmen. Ob es sich um private Aufnahmen handelt oder um kommerzielle Clips für Social-Media-Kanäle, bleibt unklar – und genau das macht den Reiz der Anklage aus.

Regelverstoß mit folgen
In Großbritannien gilt: Drohnen über 250 g brauchen eine Registrierung, Überflugshöhe 120 m, Sichtkontakt stets gegeben. Wer private Grundstücke ausspäht, riskiert Bußgeld bis 1.000 Pfund und eine Anzeige wegen Belästigung. Die Civil Aviation Authority bestätigt Ermittlungen, die Greater Manchester Police leitet ein Verfahren wegen „möglicher Verletzung der Privatsphäre“ ein.
City-Intern hält man die Klappe. Kein Statement, keine Stellungnahme, kein Suspendierungsgedanke – schließlich fehlt Rodri ohnehin auf dem Platz. Die PR-Abteilung zitiert nur: „Wir prüfen intern.“ Ein Standard-Satz, der in Manchester inzwischen wie ein Flüstern klingt.
Der Fall wirft Licht auf ein Problem, das Profis seit Jahren umtreibt: Technik-Spielzeug als Statussymbol. Drohnen, die einst Taktik-Bögen filmen, landen plötzlich in Nachbarsstreitigkeiten. Und während Rodri sein Knie trainiert, trainiert möglicherweise seine Drohne den nächsten Kreis – diesmal über dem Polizeirevier.
Fazit: Ein Spieler, der den Ball sonst präzise spielt, verliert anscheinend das Gefühl für Distanz. Die nächste Untersuchung steht an – nicht beim Arzt, sondern vor Gericht. 1.000 Pfund Strafe oder mehr: Für einen Mann, der 220.000 Pfund pro Woche verdient, ist das Peanuts. Für die Nachbarn ist es das Gefühl, endlich wieder unbeobachtet atmen zu können.
