Robin peter schreibt haager geschichte: ado steigt nach rekord-saison auf
Den Haag feiert, die Nordseeküste bebt. ADO hat den Aufstieg in die Eredivisie perfekt – und das schon am 32. Spieltag. Die Heldenrolle fällt dabei einem Deutschen zu: Robin Peter, 38, Ex-RB-Leipzig-Talent und Schüler von Ralf Rangnick.
Der plan hinter dem 74-punkte-hurra
Peter verlangte nach seiner Vorstellung im Sommer sofort Tempo. „Wir haben hier mehr Potenzial als die zweite Liga“, sagte er beim Amtsantritt. Die Zahlen geben ihm recht: 74 Punkte nach 32 Spielen, nur eine Niederlage in den ersten 18 Partien – ein Rekordstart für einen neuen Coach im niederländischen Unterhaus.
Der Knackpunkt war der 1:0-Sieg gegen Jong FC Utrecht am Dienstag. Ein Tor, ein Jubel, ein Aufstieg. Die Keuken Kampioen Divisie hat ADO damit als Siebter der letzten acht Spiele verlassen. Die Elf aus dem Hofsjepolder-Stadion zog durch, weil sie gelernt hat, was Peter unter „Verantwortung für das höhere Ziel“ versteht.

Von leipzig nach brügge und zurück an die küste
Peter begann beim Nachwuchs von RB Leipzig, assistierte später der deutschen U-18, ehe er 2024 den Sprung ins Profi-Camp wagte. Bei FC Emmen landete er einen Job, flog nach zwölf sieglosen Wochen wieder raus, kehrte als Co-Trainer nach Belgien zu Cercle Brügge zurück – und wurde prompt von Den Haag abgeworben. Eine Karriere im Turbo-Modus, wie es seine Mannschaft auf dem Platz vormacht.
ADO war 2021 abgestiegen, kassierte danach sechs Minuspunkte wegen Finanzsünden, schaffte dreimal die Play-offs und scheiterte jedes Mal. Diesmal sparen sich die Haaner das Drumherum. Direkt, ohne Umwege, mit 74 Zählern auf dem Konto.
Der Verein, einst geprägt von leeren Kassen und Tribünenprotesten, schickt sich nun an, das Oberhaus zu erobern. Und Peter? Der will laut eigener Aussage „Dinge beeinflussen“. Beeinflusst hat er die Tabelle auf jeden Fall – und die Geschichtsbücher der ADO gleich mit.
