Riera: kein platz für sorgen – eintracht vor dortmund-duell

Frankfurt – Ein Wechselbad der Emotionen bei Eintracht Frankfurt: Nachdem Albert Riera in der vergangenen Pressekonferenz noch verbal auf die Kritik reagierte, präsentiert sich der Spanier nun in einer ungewohnt ruhigen und demütigen Weise. Vor dem brisanten Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund am Freitagabend (20.30 Uhr) beteuert er, keine Zweifel an seiner eigenen Zukunft zu haben – ein klares Signal an die Frankfurter Anhänger und Vereinsführung.

Riera: "ich fokussiere mich auf das, was ich kontrollieren kann"

Riera: "ich fokussiere mich auf das, was ich kontrollieren kann"

Die Stimmung im Eintracht-Lager ist angespannt. Nach dem enttäuschenden 1:2 gegen Hamburg muss Riera nun nicht nur seine Mannschaft, sondern auch sich selbst vorwerfen. "Ich muss mich zuerst selbst kritisieren," erklärte er und kündigte an, sich voll und ganz auf die Vorbereitung des Spiels gegen Dortmund zu konzentrieren. Ein Abgang im Sommer scheint zwar wahrscheinlich, doch Riera lässt sich von den Spekulationen nicht beirren. "Ich fokussiere mich auf die Dinge, die ich kontrollieren kann - auf meine Spieler und wie ich sie vorbereiten kann," so der Coach.

Die Taktik gegen Dortmund wird nicht revolutioniert. Riera setzt auf Kontinuität, fordert aber ein deutlich verbessertes Kollektiv. "Wir müssen ein Team sein, mit und ohne Ball," betonte er. Die Erinnerung an die offene Defensive gegen Hamburg lässt ihm keine Ruhe. Rasmus Kristensen fällt verletzungsbedingt aus, dafür steht Ritsu Doan wieder zur Verfügung, der laut Riera im Training "eine Top-Leistung“ gezeigt hat. Obwohl das Team einige Erfahrungen sammeln muss, will Riera seine Mannschaft mit Selbstvertrauen nach Dortmund schicken.

Die Frage ist, ob diese veränderte Herangehensweise ausreicht, um in Dortmund zu bestehen. Die Dortmunder Defensive ist bekannt für ihre Stabilität, und die Eintracht muss ihre Chancen eiskalt nutzen. Riera hofft, dass er "den richtigen Knopf gedrückt hat", um seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Ob es gelingt, wird sich am Freitag zeigen. Die Frankfurter stehen vor einer schweren Aufgabe, aber die Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis stirbt zuletzt.