Webber lotst piastri? red bull-poker um verstappen eskaliert

Die Formel 1 steht nicht still – und das gilt besonders für die Drahtzieher hinter den Kulissen. Während die Fahrer auf der Strecke um Titel und Podestplätze kämpfen, toben in den Boxengassen bereits die Übertrittsspekulationen für die kommenden Saisons. Im Fokus: Oscar Piastri und sein umtriebiger Manager Mark Webber, die offenbar auf eine mögliche Chance bei Red Bull im Jahr 2027 warten.

Verstappens abschied als katalysator für fahrerkarrieren

Verstappens abschied als katalysator für fahrerkarrieren

Die Gerüchte drehen sich um Max Verstappens Zukunft. Sollte der niederländische Superstar unerwartet einen Rückzug aus der Formel 1 in Erwägung ziehen, würde sich eine Tür bei Red Bull Racing öffnen – eine Tür, um die viele ein Kämpfen wert ist. Webber, einst selbst Red-Bull-Pilot und enger Vertrauter von Teamchef Christian Horner, scheint diese Entwicklung genau im Auge zu behalten. Er kennt die Strukturen in Milton Keynes bestens und verfügt über ausgezeichnete Kontakte, allen voran zu Oliver Mintzlaff, dem CEO des Red Bull Sportprojekts.

Die Situation ist brisant, denn die Top-Teams haben derzeit kaum offene Cockpits. Nur wenn Verstappen plötzlich aussteigt, kommt es zu einer Dominoeffekt-artige Verschiebung in der Fahrerwertung. Die begehrten Sitze bei Red Bull sind wie Gold – und das aus gutem Grund. Das Team kämpft regelmäßig um Siege und wird 2026 voraussichtlich noch stärker sein als heute. Es wird bereits gemunkelt, dass Webber im Jahr 2025 Bedenken hinsichtlich der Behandlung von Piastri durch McLaren hatte, im Vergleich zu Lando Norris. Ob dies tatsächlich der Grund für seine Entscheidung war, ist unklar – möglicherweise passten sich Piastri und seine Fähigkeiten einfach besser an die stetig fortschreitende Entwicklung des McLaren-Boliden an.

Laut Motorsport.com Italien soll Webber Piastri nun gezielt zu seinem Ex-Team lotsen. Eine Rückkehr, die für beide Seiten Vorteile bringen könnte. Mintzlaff kennt Webber, und Piastri könnte bei Red Bull die Chance erhalten, sich als Weltklasse-Fahrer zu beweisen.

Doch es gibt auch Gegenwind. Die Gerüchte um Verstappens Abgang haben sich in den letzten Wochen etwas beruhigt. Der Niederländer scheint sich mit seinem Team besser denn je zu fühlen, das Auto liegt ihm zunehmend in der Hand, und er ist weniger von der Leistungsabgabe abhängig. Ein Rückfall in alte Gewohnheiten, etwa in Kanada, ist natürlich immer möglich. Und selbst wenn Verstappen gehen sollte, ist ein Wechsel zu McLaren unwahrscheinlich. Teamchef Zak Brown wird kaum begeistert sein, wenn er seinen eigenen Fahrer, Lando Norris, mit einem so ambitionierten Konkurrenten wie Piastri zusammenbringen muss.

Carlos Sainz Jr. stellt eine weitere interessante Option dar. Der Spanier, der einst bei Toro Rosso (heute AlphaTauri) glücklich war, verließ das Team nur, um bei Ferrari eine Chance auf den Titel zu ergreifen. Ein Angebot von Red Bull wäre für ihn sicherlich verlockend. Sainz muss diesen Jahr eine Entscheidung treffen (Verbleib bei Williams oder Wechsel). Seine Berater sind stets aktiv und haben ihre Fühler bereits ausgestreckt. Dabei darf man nicht vergessen, dass Brown eine enge Freundschaft mit Sainz pflegt, mit dem er regelmäßig Golf spielt – und eine ausgezeichnete Beziehung zu Norris, mit dem er das berühmte