Rieck kämpft um titelverteidigung – dahman im torrausch!
Überraschungsmomente gab es in der Gruppenphase des VBL Grand Finals zwar nicht im Überfluss, doch eines ist klar: Titelverteidiger Levy Finn Rieck hat sich in einer dramatischen Begegnung gegen Yuval Blizovsky durchgesetzt und den Traum von der Titelverteidigung am Leben erhalten. Doch der Weg zum deutschen Einzelmeistertitel ist noch lang und steinig.
Die letzte chance für blizovsky verpasst
Die Spannung war kaum zu überbieten, als Rieck und Blizovsky in der letzten Runde der Gruppenphase aufeinandertrafen. Für beide Spieler stand enorm viel auf dem Spiel: Der Verlierer war bereits nach der Gruppenphase ausgeschieden. Blizovsky, der im Vorjahr noch als Vize-Weltmeister glänzte, hatte die Chance, sich mit einem Sieg zurück ins Rennen zu kämpfen. Doch Rieck, bekannt für seine Nervenstärke, behielt die Oberhand und sicherte sich den knappen 5:3-Sieg. Damit ist Blizovsky’s Traum vom Titelgewinn 2026 geplatzt.
'levyfinn' weiter im Rennen
Während für Blizovsky die Reise endgültig zu Ende ist, darf sich Rieck weiterhin Hoffnungen machen. Allerdings muss er sich zunächst in der Zwischenrunde beweisen, um überhaupt die Chance auf das Achtelfinale zu erhalten. Dort trifft er auf starke Konkurrenz wie Marc Landwehr, Jamie Bartel und Jannis Pütz. Ein direkter Einzug in die K.-o.-Phase wäre ohne mindestens drei weitere Siege nicht möglich gewesen.

Dahman dominiert – ein torfestival
Doch nicht nur Rieck sorgte für Gesprächsstoff. Nassim Dahman, unter dem Spitznamen 'Nassada' bekannt, präsentierte sich in beeindruckender Form. Mit drei Siegen in der Gruppenphase steht er bereits im Achtelfinale und überzeugte mit einer schier ungebremsten Offensivpower. Seine Bilanz von 39 Treffern in vier Partien sprengt alle Vorstellungskraft. Rieck und Allocca wurden regelrecht von ihm vermöbelt. Die Torstatistik spricht eine deutliche Sprache: Gümüs traf fast genauso oft wie Dahman, mit 38 Toren. Die Begegnung zwischen Gümüs und Ludwig war dabei das torreichste Spiel der Gruppe 1, welches mit 15:6 endete.
Neben Dahman qualifizierten sich auch Furkan Kayacik, Steffen Pöppe, Arda Gümüs und Francesco Allocca direkt für das Achtelfinale. Elversbergs Rick Mietz, Hannovers Riad Fazlija, Kaiserslauterns Ruben dos Santos Pereira und der Kieler Ermin Bukvic scheiden hingegen aus dem Turnier aus.
Die Spannung steigt: Am morgigen Mittwochabend werden in Gruppe 2 die letzten Achtelfinalisten und die restlichen Zwischenrundenteilnehmer ausgespielt. Namen wie Umut Gültekin, Berkay Demirci und Koray Kücükgünar werden alles daran setzen, sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Das VBL Grand Final wird in der kommenden Saison deutlich erweitert, was bedeutet, dass die Spieler sich auf eine längere und anspruchsvollere Endrunde vorbereiten müssen.
Die Torrausch-Leistung von Dahman zeigt deutlich: In Hamburg wird ein heißer Kampf um die VBL-Krone erwartet. Die deutsche eSport-Szene hält den Atem an.
