Rhein-neckar löwen: der komplette kader für 2026/27 steht
Der letzte Puzzlestein ist gelegt. Die Rhein-Neckar Löwen haben ihren Kader für die Saison 2026/27 komplett zusammengestellt – und das Bild, das dabei entsteht, zeigt einen Klub, der gezielt umbaut, ohne das Fundament zu erschüttern.
Im tor bleibt alles beim bewährten
Wer beim Thema Torhüter auf Überraschungen gehofft hatte, wird enttäuscht. David Späth, Vize-Europameister und einer der aufregendsten Keeper seiner Generation, bleibt der Mann, auf den in Mannheim alles aufgebaut wird. Sein Vertrag läuft bis 2029. Hinter ihm verlängerte Mike Jensen, der im Sommer 2025 als Appelgren-Ersatz kam, seinen Kontrakt überraschend bis 2028. Aus einer Übergangslösung wurde eine mittelfristige Planungsgröße.

Groetzki geht – eine ära endet leise
Der emotionale Kern dieser Kadernachricht hat einen Namen: Patrick Groetzki. Die Löwen-Legende hört im Sommer 2026 auf. Wer jahrelang zugeschaut hat, wie Groetzki auf Rechtsaußen Spiele entschied, weiß, was da weggeht. Als Nachfolger kehrt Marius Steinhauser zurück – ein Profi, der die Bundesliga kennt, der Hannover-Burgdorf kennt und der weiß, was von ihm verlangt wird.

Sandell raus, lassen rein – der rückraum wird neu sortiert
Lukas Sandell war nie mehr als eine Zwischenlösung. Nach nur einem Jahr zieht er weiter zu Pick Szeged. Für ihn kommt Jacob Lassen vom HSV Hamburg – ein Rechtshänder, der im rechten Rückraum Stabilität bringen soll, wo Sandell nie wirklich heimisch wurde. Das ist kein Rückschlag. Das ist ein sauber vollzogener Wechsel.
Seesing ersetzt plucnar am kreis
Steven Plucnarverlässt die Löwen RichtungGOG Handbold nach Dänemark. Sportchef Uwe Gensheimer reagierte mit einem Griff in die Zukunft: Aron Seesing vom Bergischen HC, Jahrgang 2003 und bereits Junio-Nationalspieler, übernimmt den Platz am Kreis. Ein 23-Jähriger als direkter Ersatz für einen erfahrenen Kreisläufer – das ist eine Wette auf Entwicklung, keine Notlösung.
Kohlbacher und timmermeister verlängern – die achse steht
Zwei Verlängerungen, die mehr Gewicht haben, als es auf den ersten Blick scheint. Jannik Kohlbacher hat seinen Vertrag bis 2029 ausgedehnt – damit ist der erfahrene Kreisläufer langfristig gesetzt. Und Robert Timmermeister, Abwehrspezialist und einer der härtesten Arbeiter im Kader, bleibt bis 2028. Mit diesen beiden Unterschriften ist das letzte Fragezeichen verschwunden.
Trainer Maik Machulla, der bis 2028 unter Vertrag steht, bekommt damit einen Kader, der Kontinuität und frisches Blut verbindet. Drei Abgänge, drei Zugänge, zwei wichtige Verlängerungen. Die Löwen haben nicht revolutioniert – sie haben präzise operiert. Und das ist oft die klügere Wahl.
