Argentinische hockey-stars krempeln bhc um – und retten die saison mit bananenbrot!

Bremen – Sie kommen, sehen und spielen: Fünf argentinische Hockey-Talente haben den Bremer Hockey Club (BHC) in dieser Saison nachhaltig geprägt. Nicht nur ihre spielerische Klasse, sondern auch ihre Lebensfreude und die überraschende Rolle eines Backwaren-Gurus haben den Verein auf ein neues Level gehoben. Eine Buten un Binnen-Reportage enthüllt die Geschichte hinter dem Erfolg.

Die südamerikanische mentalität erobert bremen

Die fünf Spielerinnen – Agostina Lovagnini, Delfina Granatto, Delfina Gerula, Manuela Ghigliotti und weitere – bringen eine einzigartige Energie mit ins Team, die sich in jedem Spielzug manifestiert. „Wir bringen viel Erfahrung mit“, erklärt Granatto. „Wir gehören zu den Besten. Wir gehen mit unserem Hockey und unserer Art voran und können zeigen, wie man Hockey lebt.“ Ihre Leidenschaft ist ansteckend und überträgt sich auf das gesamte Team.

Doch es ist mehr als nur sportliche Leistung. Es ist ein Leben zwischen zwei Welten. Die Spielerinnen verbringen drei Monate in Bremen, kehren dann zurück nach Argentinien, um wieder in ihr vertrautes Umfeld zurückzukehren. Diese Balance zwischen zwei Kulturen erfordert eine besondere Stärke und Anpassungsfähigkeit.

„Durchs Hockeyspielen die Welt kennenlernen“, sagt Gerula. Und das tun sie auch: Von den USA über Spanien bis Italien – die Liste der Länder, in denen sie bereits gespielt haben, ist lang. Die Bundesliga gilt als eine der stärksten der Welt, und für die Argentinierinnen ist sie eine sportliche Herausforderung und ein Lebensstil zugleich.

Familie auf zeit: ein zuhause in oberneuland

Familie auf zeit: ein zuhause in oberneuland

Was den Aufenthalt in Bremen so besonders macht, ist die Integration in eine deutsche Familie. In Oberneuland leben die Spielerinnen mit der Familie Frerichs zusammen. „Ich war von Anfang an die Oma“, lacht Anne Jentschke, die Mutter von BHC-Kapitänin Lena Frerichs. „Sie sehen mich als ihre Oma an. Das ist schön.“ Kartenspiele, gemeinsame Mahlzeiten und ein Gefühl von Geborgenheit – das ist es, was diese ungewöhnliche Familie auszeichnet.

Und dann ist da noch das Bananenbrot. Ein scheinbar kleines Detail, das aber eine große Bedeutung hat. Nach einer schwierigen Phase in der Saison brachte Jentschkes Backkunst den entscheidenden Wendepunkt. „Sie sagen, dass sie durch mein Bananenbrot die Liga gehalten haben“, scherzt Jentschke. „Nächstes Jahr soll es jede Woche eins geben – im Vertrag stehen!“

Heimweh und große gefühle

Heimweh und große gefühle

Trotz der Freude und der familiären Atmosphäre bleibt auch das Heimweh präsent. „Ja, ich habe immer Heimweh“, gesteht Granatto ehrlich. „Aber ich bin es gewohnt. Seit zehn Jahren bin ich in anderen Ländern unterwegs.“ Es sind diese kleinen Momente der Sehnsucht, die das Hockey-Leben so besonders machen und die Spielerinnen noch enger zusammenschweißen.

„Wir fühlen uns hier wohl. Im Team und als Teil der Familie“, sagt Ghigliotti. Diese Verbindung zwischen Sport, Kultur und Menschlichkeit macht den BHC zu etwas Besonderem. Der Verein zeigt, dass Sport mehr sein kann als nur ein Spiel – es kann Brücken bauen, Kulturen verbinden und Menschen ein zweites Zuhause geben.

Die fünf argentinischen Spielerinnen haben den BHC nicht nur sportlich verstärkt, sondern auch mit ihrer Lebensfreude und ihrem Humor bereichert. Sie sind ein lebendiger Beweis dafür, dass der Schlüssel zum Erfolg oft in den kleinen Dingen liegt – wie einem Stück Bananenbrot und der Wärme einer neuen Familie.