Regionalliga-reform rückt näher: ki-gestützte staffel-einteilung geplant
- Neuer anlauf für die regionalliga-reform
- Derbys bleiben erhalten – ein wichtiges signal
- „Meister müssen aufsteigen“ – einigkeit in der forderung
- Vier statt fünf regionalligen: das neue modell
- Einheitliche zulassungskriterien für mehr fairness
- Start ab der saison 2027/28
- Kontroverse um den ligensprung
- Die rolle von dfb-präsident neuendorf und hartmann
Neuer anlauf für die regionalliga-reform
Die DFB-Arbeitsgruppe zur Reform der Regionalliga tagt am Dienstag erneut und präsentiert offenbar einen Vorschlag, der so realistisch wie nie zuvor scheint. Trotzdem bleiben einige Fragen offen. Kern der Diskussion ist die Zukunft der vierthöchsten Spielklasse im deutschen Fußball und wie man sie fairer und nachhaltiger gestalten kann.

Derbys bleiben erhalten – ein wichtiges signal
Ein zentrales Anliegen der Reform ist der Erhalt der traditionellen Rivalitäten. Das bedeutet konkret, dass Derbys wie das zwischen Erfurt und Jena auch nach der Reform auf dem Spielplan stehen sollen. Dieser Aspekt ist entscheidend, um die Identifikation der Fans mit ihren Vereinen zu stärken und die Attraktivität der Liga zu erhöhen.

„Meister müssen aufsteigen“ – einigkeit in der forderung
Der Ruf nach einer gerechteren Aufstiegsregelung ist seit langem laut. Der Slogan „Meister müssen aufsteigen“ findet breite Zustimmung sowohl bei Fans als auch bei Funktionären. Bisher blieb die Umsetzung jedoch hinter den Erwartungen zurück. Der nun vorliegende Vorschlag könnte endlich einen Durchbruch bringen.

Vier statt fünf regionalligen: das neue modell
Die Arbeitsgruppe hat sich auf ein Modell mit vier statt fünf Regionalliga-Staffeln mit jeweils 20 Mannschaften geeinigt. Die Einteilung der Vereine soll mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erfolgen, um möglichst kurze Reisezeiten und damit geringere Kosten zu gewährleisten. Feste regionale Grenzen sollen entfallen, stattdessen wird die Staffeleinteilung jährlich neu berechnet.

Einheitliche zulassungskriterien für mehr fairness
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Einführung einheitlicher Zulassungskriterien für alle vier Staffeln. Bisher hatte jeder Regionalliga-Träger seine eigenen Vorgaben, was zu Ungleichheiten führte. Die neuen Kriterien sollen sicherstellen, dass Vereine verstärkt in Infrastruktur und nicht nur kurzfristig in die Mannschaft investieren.

Start ab der saison 2027/28
Die neue Struktur soll ab der Saison 2027/28 in Kraft treten. Bereits in der kommenden Spielzeit geht es um die Qualifikation für die vier Staffeln. Geplant ist, dass aus jeder der bisherigen fünf Regionalligen zwölf Vertreter in die neue vierte Liga einziehen, ergänzt durch vier Absteiger aus der 3. Liga und die 14 Oberliga-Meister. Die genaue Verteilung der restlichen zwei Startplätze ist noch offen.
Kontroverse um den ligensprung
Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“, die mittlerweile von 59 Vereinen getragen wird, sieht die Entwicklung positiv. Sie betont, dass eine innovative und tragfähige Lösung in Sicht ist und jetzt Mut und Entschlossenheit aller Beteiligten gefragt seien. Dennoch ist noch nicht sicher, ob der Vorschlag die Zustimmung aller Regional- und Landesverbände finden wird.
Die rolle von dfb-präsident neuendorf und hartmann
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Geschäftsführer Manuel Hartmann sollen hinter dem Vorschlag stehen. Die finale Entscheidung steht jedoch noch aus. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Regionalliga tatsächlich vor einem Neuanfang steht. Die Diskussionen versprechen spannend zu werden, da viele Interessenlagen berücksichtigt werden müssen.
