Amenda ergreift chance bei eintracht – verletzungen bringen umstellungen
Wechselpläne und gegentorflut: amendas neue rolle bei der eintracht
Aurele Amenda, Innenverteidiger von Eintracht Frankfurt, sah sich in den letzten Wochen mit Wechselbestrebungen und einer schwierigen sportlichen Situation konfrontiert. Die Verletzung von Arthur Theate und der Ausfall von Rasmus Kristensen eröffnen ihm nun aber eine unerwartete Chance, sich zu beweisen und eine wichtige Rolle im Team zu spielen. Ursprünglich wollte Amenda den Verein verlassen, da er unter Trainer Dino Toppmöller nur wenig Spielzeit erhielt.

Nur wenige einsatzminuten vor der winterpause
Vor der Winterpause kam der 22-jährige Schweizer in der Bundesliga lediglich auf 247 Spielminuten. Zusätzlich kamen noch 135 Minuten in der Champions League hinzu. Eine unbefriedigende Bilanz für einen Spieler, der sich auch auf eine mögliche Teilnahme an der WM mit der Schweiz hoffte. Interessenten gab es zwar, doch die Eintracht wollte ihn nicht abgeben, da Sportchef Markus Krösche von seiner Qualität überzeugt war und ein passender Ersatz hätte gefunden werden müssen.

Turbulenter januar mit vielen gegentoren
Der Januar gestaltete sich für Amenda, unabhängig von seinen Wechselgedanken, sportlich turbulent. Obwohl er unter Toppmöller und dem Interimsduo viermal in der Startelf stand, konnte er sich in der verunsicherten Abwehr der SGE nicht wirklich profilieren. Die Mannschaft kassierte in dieser Phase viele Gegentore gegen Stuttgart (2:3), Hoffenheim (1:3), Leverkusen (1:3) und Tottenham (0:2).

Riera gibt ihm eine neue chance
Unter dem neuen Trainer Albert Riera schien Amenda zunächst ins Hintertreffen zu geraten. Im ersten Spiel von Riera gegen Union Berlin wurden Arthur Theate und Robin Koch im Abwehrzentrum bevorzugt. Doch das Verletzungspech der Eintracht sollte die Situation wieder verändern. Die Verletzung von Theate, der voraussichtlich bis Ende März ausfällt, katapultierte Amenda zurück in die Startelf.
Starkes spiel gegen gladbach
Gegen Borussia Mönchengladbach zeigte Amenda eine starke Leistung. Sein Nebenmann Robin Koch lobte ihn für seine ruhige und abgeklärte Spielweise. Die Statistiken bestätigten seinen guten Eindruck: Er gewann 73 Prozent seiner Zweikämpfe am Boden und 62 Prozent seiner Luftduelle. Die Gladbacher Offensive war zwar harmlos, aber das Spiel dürfte Amenda Selbstvertrauen gegeben haben.
Defensive struktur unter riera
Nach 20 Gegentoren
in den ersten sieben Pflichtspielen des Jahres setzte Riera bei seinem Heimdebüt auf eine klare defensive Struktur. Die SGE verteidigte teils mit sechs Spielern in der letzten Reihe, um das Zentrum zu verdichten. Sportvorstand Krösche lobte die neue defensive Mentalität der Mannschaft. Koch sprach von „klaren Prinzipien“, die der Trainer vorgegeben hatte.Kristensen-ersatz gesucht
Die Abwehrformation kann sich jedoch noch nicht einspielen. Die Sprunggelenkverletzung von Kristensen zwang Riera, ihn bereits in der Halbzeitpause gegen Gladbach auszuwechseln. Nnamdi Collins übernahm und spielte solide, doch ob er sein Formtief überwunden hat, bleibt abzuwarten. Auch Elias Baum könnte eine Option sein, der nach einer Verletzung wieder im Kader steht und sich eine Chance unter dem neuen Trainer erhofft.
Baum hofft auf einsatzchancen
Elias Baum, ein Eigengewächs der Eintracht, sagte im vereinseigenen Podcast: „Für alle geht es bei null los und ich erhoffe mir natürlich Einsatzchancen in den kommenden Monaten. Dann liegt es an mir, alles dafür zu geben, diese zu nutzen.“ Der Trainerwechsel bietet ihm die Möglichkeit, sich zu beweisen und sich für weitere Einsätze zu empfehlen.
