Real madrid überwindet frühs startschwierigkeiten – elfster sieg in folge!
Madrid – Ein Rematch der Extraklasse: Der Real Madrid präsentierte sich gegen MoraBanc Andorra alles andere als von seiner besten Seite, kämpfte sich aber letztlich zu einem 97:90-Erfolg. Nach einem desaströsen Start und angesichts der anstehenden Duell gegen Olympiakos und Fenerbahce offenbarte das Team von Pablo Laso eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit.
Ein fehlstart, der beunruhigt
Die Anfangsphase des Spiels war schlichtweg erschreckend für die Hausherren. Ein 30:12 deutete auf eine schnelle Vorentscheidung des Abstiegskandidaten hin. Der Ausfall von Lyles, Abalde und Maledon, sowie Garubas Abwesenheit auf dem Feld, schlug deutlich zu Buche. Die Trefferquote aus dem Feld lag bei erbärmlichen 6/21, und die wenigen Ballbesitze brachten lediglich drei Assists hervor. Doch MoraBanc, dessen Kampf um den Klassenerhalt ernstzunehmend ist, nutzte die anfängliche Unsicherheit des Gegners geschickt aus. Yves Pons brillierte mit 13 Punkten ohne Fehl und Tadel, während die schwache Verteidigung der Madrilenen zahlreiche Freiwürfe und Dreier zuließ – insgesamt 30 Punkte durch fünf erfolgreiche Dreier.
Es war Feliz, der den Wendepunkt einleitete. In nur sechs Minuten brachte er sieben Punkte und sieben Assists an den Mann, und seine Verbindung mit Len begann zu funktionieren. Letztendlich waren beide Spieler mit 15+4+6 bzw. 17 Punkten (7/8 aus dem Feld) und fünf Rebounds die treibenden Kräfte im Real Madrid Trikot. Doch selbst ihre Bemühungen reichten zunächst nicht aus, um die Oberhand zu gewinnen. Procida und Deck vergaben wertvolle Chancen, die die Wende hätten besiegeln können. Hezonja sorgte dann mit zwei erfolgreichen Korblegern für die erste Führung seit dem Spielbeginn – eine Führung, die sich jedoch als kurzlebig entpuppte.

Die entscheidenden minuten
Die Partie wogte hin und her, wobei der Real Madrid zwar immer wieder versuchte, aufzuholen, aber das Ergebnis lange Zeit nicht drehen konnte. Das Spiel erreichte seinen Höhepunkt in der zweiten Halbzeit, als Tavares mit zwei Korblegern die erste deutliche Führung für die Madrilenen herbeiführte (54:56). Doch MoraBanc ließ nicht locker und hielt mit präzisen Dreiern mit. Dann kam der entscheidende Moment: eine fünfminütige Durststrecke der Andorraner, in der der Real Madrid einen beeindruckenden 11:0-Teilrun auflegte und den Vorsprung auf 21:4 ausbaute. Die Verteidigung der Madrilenen wirkte plötzlich entschlossener, und Len, Deck und Procida sorgten für das nötige Tempo im Angriff. Der dritte Viertel endete mit einem deutlichen 75:60 für Real.
Andorra gab sich zwar nicht auf und kämpfte mit aller Kraft (McKoy, Pons und Castañeda zeigten Moral), doch ein neuer Angriff des Real Madrid besiegelte das Schicksal. Ein 7:0-Teilrun durch Len und Procida machte den Sieg perfekt und sicherte dem Team den elften Erfolg in der ACB Liga in Folge. Die Madrilenen bezwangen nicht nur MoraBanc, sondern auch die eigene Nachlässigkeit und können nun mit Zuversicht auf eine entscheidende Woche blicken.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 97 Punkte für den Real Madrid, 90 für MoraBanc Andorra – ein Sieg, der zeigt, dass der Wille zum Erfolg auch in schwierigen Momenten zum Tragen kommen kann.
