Real madrid rückt vor: 82:71 gegen efes, jetzt heißt es olympiakos zu jagen

82:71, 17. Heimsieg in 18 Partien – Real Madrid hat Anadolu Efes in die Schranken gewiesen und damit nicht nur die Play-off-Tür weit aufgestoßen, sondern sie schon fast aus dem Rahmen gerissen. Mit dem 22. Saisonsieg gleichen die Blancos Tabellenvierter Olympiakos punktgleich ein, liegen wegen des schlechteren direkten Vergleichs aber auf Rang fünf. Der Fenerbahce-Vorsprung beträgt zwei Zähler, das Rennen um die Top-vier-Plätze ist offen wie selten.

Scariolos truppe schaltet den turbo

Was wie Pflicht aussah, bekam dank eines 14:0-Laufs im dritten Viertel endgültig Gesicht. Causeur und Hezonja trafen ihren Rhythmus, Tavares kontrollierte die Zone – und plötzlich war Efes die Luft ausgegangen. Die Gäste warfen zwar 27 Dreier, trafen aber nur sieben; Madrids Defense limitierte sie gleichzeitig auf 36 Prozent aus dem Feld. Die Zahlen sind Programm: Wer so verteidigt, spielt nicht mit dem Feuer, sondern löscht es.

Der Vorsprung auf den Verfolger Valencia wuchs auf einen Sieg bei einem Spiel weniger, Hapoel Tel Aviv liegt zwei Spiele zurück. Gefährlich wird es erst, wenn die Israelis ihre Nachholpartien gewinnen – doch bis dahin tickt für sie der Druck. Zalgiris Kaunas, momentan Sechster, darf bereits vier Niederlagen mehr verbuchen und ist aus dem engen Kreis der Jäger fast schon herausgefallen.

Stapelweise endspiele bis mitte april

Stapelweise endspiele bis mitte april

Für Madrid stehen vier Saisonfinals an: am 3. April gegen Baskonia in Vitoria, danach die direkte Konfrontation mit Olympiakos (7. April) und die mögliche Spitzenpartie bei Fenerbahce (9. April). Letzter Heimauftritt ist der 16. April gegen Zvezda. Drei Siege daraus dürften reichen, um den Heimvorteil im Viertelfinale zu sichern – zwei wären Minimum, um den Griechen auf Distanz zu halten.

Valencia muss indes bis zum 17. April nach Dubai reisen, ein Termin, der wegen des langen Flugs und der kurzen Regenerationszeit als Stolperstein gilt. Baskonia wiederum empfängt Hapoel und anschließend Real – für die Vitorianer wird die eigene Halle zur Zitterbühne. Barcelona und Bayern runden das Tableau ab, doch deren Restprogramm wirkt dank Heimspielen weniger brisant.

Die Liga brennt, und Madrid hat das Streichholz gezogen. Wer in diesen Tagen zwei Mal verliert, rutscht am letzten Spieltag vielleicht raus – und wer dreimal gewinnt, darf früh nach Hause buchen. Die Blancos haben bewiesen, dass sie auch ohne Massenspektakel im Movistar Arena Lärm verursachen können. Jetzt liegt der Lärm in Athen und Istanbul – und er klingt für alle Beteiligten wie ein Countdown.