Real madrid: hummels und kramer sehen deutliche veränderung ohne kroos und modric
Madrid – Die Ära Kroos und Modric bei Real Madrid ist endgültig vorbei, und das spürt man. Das zumindest sehen Mats Hummels und Christoph Kramer, die im Rahmen einer Analyse für Amazon Prime vor dem Champions-League-Duell gegen den FC Bayern München eindrücklich darlegten, wie sehr sich das Spiel der Königlichen verändert hat. Der Verlust der beiden Weltklassespieler wiegt schwerer, als viele vielleicht denken.
Die unerreichte konstanz im europäischen wettbewerb
Über viele Jahre bildeten Toni Kroos und Luka Modric das Herzstück des Mittelfelds von Real Madrid, ein Duo, das in der Champions League eine schier unbezwingbare Aura besaß. „Sie hatten immer ein Selbstverständnis in der Champions League, was ich bei keiner anderen Mannschaft so gesehen habe“, erklärte Hummels. „Es hat sie nie interessiert, ob sie die ersten 15-20 Minuten heillos unterlegen waren. Da wird niemand panisch, sie spielen ihr Spiel weiter – zumindest war das in den Kroos-Modric-Zeiten so.“ Diese Ruhe und dieser unerschütterliche Glaube an die eigene Stärke scheinen nun verflogen.
Die Abgänge von Kroos (Ende 2024) und Modric (Ende 2025) haben eine spürbare Lücke hinterlassen, die sich nicht einfach schließen lässt. Hummels betonte: „Jetzt haben sie diese Klasse und Ruhe auf diesen Positionen nicht mehr.“ Es ist ein Unterschied, der sich im Spiel der Madrilenen deutlich bemerkbar macht.

Das mittelfeld als spielgestalter und stabilisator
Christoph Kramer unterstrich die Bedeutung von Kroos und Modric in großen Spielen: „Sie haben gerade in diesen wichtigen Partien das Spiel wieder auf die Seite von Real gezogen. Wenn du einen hohen Puls hast, weil du viel gelaufen bist, der Gegner geht ins Gegenpressing – dann haben diese beiden Spieler es aufgelöst. Und auf einmal kippt ein Spiel, das nicht zu kippen war.“ Diese Fähigkeit, das Spiel in kritischen Momenten zu beruhigen und die Kontrolle zurückzugewinnen, fehlt Real Madrid aktuell.
Die jungen Talente im Mittelfeld haben zwar Potential, aber ihnen fehlt schlichtweg die Erfahrung und das taktische Verständnis, um die Abgänge von Kroos und Modric vollständig zu kompensieren. Die Königlichen wirken nun verletzlicher und weniger dominant, insbesondere in entscheidenden Phasen des Spiels. Ob sie sich in der Champions League gegen den FC Bayern beweisen können, bleibt abzuwarten, doch die Analyse von Hummels und Kramer lässt wenig Zweifel daran, dass das Erbe von Kroos und Modric eine enorme Lücke gerissen hat, die schwer zu füllen sein wird.
n,n