Olazábal: nicht nur die jacken, sondern die unermüdliche hingabe!

José María Olazábal, eine Legende des Golfsports, kehrt zum 113. Mal auf das legendäre Augusta National zurück. Für viele wird er immer mit seinen zwei Masters-Siegen in Erinnerung bleiben – 1994 und 1999. Doch wer wirklich zuhört, weiß, dass seine wahre Leistung in der unerschütterlichen Arbeitsmoral und Integrität liegt, die ihn auszeichnet – eine Qualität, die von Generation zu Generation von Golf-Enthusiasten weitergegeben wird.

Die erinnerung an augusta: ein herzensanliegen

Mit 60 Jahren genießt der baskische Champion seinen Aufenthalt in Augusta, nicht mehr primär auf den Sieg fokussiert, sondern um die Erinnerungen aufleben zu lassen. „Es bringt mir immer gute Erinnerungen. Es ist sehr besonders für mein Herz“, gesteht Olazábal. Sein Ziel ist es, den Cut zu schaffen, ein ambitioniertes Vorhaben, das ihm schon einmal gelang, als er jünger war. Jack Nicklaus, Tommy Aaron, Bernhard Langer und Fred Couples – Namen, die für Beständigkeit und Können stehen – haben bewiesen, dass das Alter kein Hindernis für eine erfolgreiche Teilnahme ist.

Olazábal setzt auf das, was ihn stets ausgezeichnet hat: harte Arbeit. Am Montagmorgen war er bereits früh auf dem Übungsplatz anzutreffen, wo er fleißig trainierte. Er war einer von nur vier Spielern, die dort mehr als 200 Schläge spielten – ein Zeichen seiner unermüdlichen Vorbereitung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 215 Schläge allein am Montag!

Die herausforderung der distanz

Die herausforderung der distanz

Doch Olazábal weiß, dass er sich den modernen Anforderungen stellen muss. „Ich muss lange Eisen und sogar Hölzer 7 schlagen, um einige Par 4 zu erreichen“, gibt er offen zu. Die Löcher 5 und 11 stellen für ihn besondere Herausforderungen dar, da er im Vergleich zu anderen Spielern nicht die gleiche Reichweite hat. Aber das schreckt ihn nicht, denn er weiß, dass Erfahrung und Präzision oft mehr wert sind als reine Schlagkraft.

Er hat kürzlich im Champions Tour, dem Senioren-Circuit der PGA, eine gute Figur abgegeben und schätzt seine Chancen, alle vier Tage in Augusta dabei zu sein. Seine Erfahrung hat ihn gelehrt, dass das Masters ein Spiel der Geduld ist, ein Spiel, bei dem man wissen muss, wo man nicht hingehen soll. Ein Spiel, das er seit über drei Jahrzehnten meistert, als der junge Tiger Woods sich an ihn und Seve Ballesteros klammerte, um die Geheimnisse des Augusta National zu erlernen.

„Je öfter man diesen Kurs spielt, desto besser“, betont Olazábal. „Wir haben immer gesagt, dass er ein komplettes Spiel erfordert: kraftvolle und präzise Schläge vom Tee, Präzision mit den Eisen und ein exzellentes Short Game. Die Kenntnis der Grüns und des Terrains ist dabei von unschätzbarem Wert.“

Am Donnerstag wird Olazábal seine 113. Runde auf dem Feld spielen, auf dem jeder Golfer spielen möchte. Und er wird, wie der Dinosaurier von Monterroso, wie immer pünktlich vor Ort sein, bereit, sich der Herausforderung zu stellen – auch wenn er dabei mehr Schläge benötigt als Scheffler, Rahm, Fleetwood und Sergio García zusammen.