Real madrid: figo kritisiert saison und trainerwechsel scharf!

Luis Figo, die lebende Legende des Real Madrid, hält sich nach einer verkorksten Saison nicht mit Lob zurück. Der portugiesische Superstar schießt gegen die Entscheidung des Vereins, Xabi Alonso zu entlassen, und stellt die gesamte Saison unter das Licht der Lupe. Ein deutliches Signal an die Verantwortlichen in Madrid.

Ein fehlstart und ein verpasstes ziel

Ein fehlstart und ein verpasstes ziel

Die Enttäuschung ist kaum zu übersehen. Figo prangerte im Gespräch mit Marca die titellose Saison als „schlecht“ an. Für einen Verein wie Real Madrid, der stets zum Kreis der Favoriten gehört, ist das eine bittere Pille. „Wenn man keine Titel holt, liegt das daran, dass etwas nicht funktioniert hat“, so Figo unmissverständlich.

Besonders scharf kritisiert der ehemalige Weltstar den Trainerwechsel mitten in der Saison. Der frühe Abschied von Xabi Alonso, der nur wenige Monate im Amt war und von Álvaro Arbeloa abgelöst wurde, wird von Figo als fataler Fehler gewertet. „Er hatte nicht ausreichend Zeit. Wie haben wir nicht einmal Zeit gehabt, die Monate, die er hier ist, zu analysieren, was schiefgelaufen ist. Es ist sehr kompliziert.“ Ein Teufelskreis, der den Verein in eine Ergebniskrise stürzte.

Die Egos der Stars spielten eine Rolle: Es wird gemunkelt, dass Alonsos Versuch, einen neuen, modernen Spielstil zu implementieren, an den Egos der etablierten Superstars in der Kabine scheiterte. Diese waren offenbar nicht bereit, sich seinen Vorstellungen anzupassen. Ein Konflikt, der letztendlich zu seiner Entlassung führte – und den Verein weiter in die Tiefe zog.

Während Real Madrid die Meisterschaft wohl verpassen wird und in der Champions League früh ausschied, blickt Figo auf die weiteren Titelrennen. „Aufgrund ihrer bisherigen Leistungen sind meine Favoriten PSG und Bayern. Das sind zwei sehr starke Mannschaften. Mir gefällt ihr Spielstil, aber es kann alles passieren.“

Auch die WM-Chancen Portugals schätzt Figo realistisch ein. „Portugal zählt aufgrund seiner Geschichte nicht zu den Topfavoriten, hat aber definitiv Qualität.“ Stattdessen sieht er Frankreich, Spanien, Brasilien, Argentinien und England als die größten Anwärter auf den Titel. Ein besonderes Augenmerk richtet sich auf das Supertalent Lamine Yamal vom FC Barcelona: „Er ist unglaublich. Er ist ein unglaubliches Talent. Ich hoffe, er entwickelt sich als Spieler weiter und hat eine großartige Karriere.“

Die Saison der Königlichen war ein Lehrstück darin, wie schnell Erfolg in Misserfolg umschlagen kann. Und Luis Figo hat mit seiner deutlichen Kritik den Finger wund gelegt. Die Frage ist: Werden die Verantwortlichen in Madrid seine Worte beherzigen und einen Umbruch einleiten, der den Verein wieder zu alter Stärke verhilft? Die Zeit wird es zeigen.