Real madrid: die schande der ewigen schuld

Der FC Real Madrid hat es geschafft: Er hat sich in der Welt des Fußballs einen Ruf erworben, der weit über sportliche Misserfolge hinausgeht – den des ewigen Schönwehrs, des ewigen Schuldigen. Ein Artikel der 'Welt' hat diese bittere Wahrheit nun unerbittlich offengelegt und löste eine Welle der Empörung in Deutschland und darüber hinaus aus.

Die ausreden nach der niederlage gegen bayern münchen

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Sven Flohr, ein Name, der in der Sportwelt für messerscharfe Analysen und ungeschönte Wahrheiten steht, zerlegt in seinem Artikel die Realität: Nach der erneuten Niederlage gegen den FC Bayern München in der Champions League, schiebt sich der spanische Gigant, wie so oft, die Schuld auf den Pfiff der Schiedsrichter. Und diese Taktik, so Flohr, ist kein Zufall, sondern tief in der DNA des Klubs verankert. „Der Real Madrid wird in München ausgeschieden und schiebt, wie üblich, dem Schiedsrichter die Schuld in die Schuhe. Wo sollte man sonst noch suchen?“, kritisiert Flohr. Eine Aussage, die den Nagel auf den Kopf trifft und die jahrelange Strategie der Selbstentlastung aufdeckt.

Die 'Welt' berichtet, dass die Wut der Madrilenen sich diesmal auf den slowenischen Schiedsrichter Slavko Vincic konzentrierte, insbesondere auf eine Entscheidung in der 86. Minute, als Eduardo Camavinga seine zweite gelbe Karte erhielt. Camavinga hatte den Ball mit der Hand aufgenommen, ihn weggeschoben und damit den schnellen Wiederaufnahme des Spiels durch den gegnerischen Angriff behindert. Eine klare Regelwidrigkeit, die eine gelbe Karte nach sich ziehen musste. Aber anstatt die eigene Unsportlichkeit zu erkennen, suchten die Spieler und Verantwortlichen des Real Madrid den Schuldigen woanders – beim Schiedsrichter.

Die Verachtung für Regeln und Gegner ist zum Markenzeichen des Real Madrid geworden. Vom Boykott der FIFA-Weltfußballer-Auszeichnung für Vinicius Júnior, bis hin zur pathetischen Beschwerdebrief an die Verbände – der Verein scheint sich über die Regeln des fairen Spiels hinwegzusetzen. Es ist eine Kultur der Schuldzuweisung und der Arroganz, die den Ruf des Klubs nachhaltig beschädigt.

Flohr bringt es auf den Punkt: „Der sportliche Verhaltenskodex, das Einschüchtern von Schiedsrichtern und das Verrat sind seit langem Teil der DNA des Real Madrid.“ Es ist eine bittere Diagnose, die die tieferliegenden Probleme des Vereins aufzeigt. Der Real Madrid könnte sich ein Beispiel an anderen Topklubs nehmen, die mit Niederlagen umgehen können, ohne den Finger auf andere zu zeigen.

Die Wut der Spieler nach dem Spiel, wie das dazugehörige Video von Dailymotion zeigt, verstärkt den Eindruck eines Klubs, der seine Verantwortung nicht zu übernehmen bereit ist. Stattdessen sucht man nach Sündenböcken, anstatt die eigene Leistung zu hinterfragen.

Es ist an der Zeit, dass der Real Madrid seine Taktik der Schuldzuweisung aufgibt und sich stattdessen auf die Verbesserung seiner Leistung konzentriert. Denn am Ende des Tages ist es nicht der Schiedsrichter, der die Spiele gewinnt oder verliert – sondern die Spieler auf dem Platz. Die nächste Saison wird zeigen, ob der Verein aus Madrid seine Lehren gezogen hat.