Mainz versagt in straßburg: traum vom europapokal zerplatzt!

Ein Schock für die Mainzer! Im Viertelfinal-Rückspiel der Conference League wurden sie von Racing Straßburg mit 0:4 (0:2) förmlich überrollt und verpassten damit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Die Enttäuschung ist kaum in Worte zu fassen, die Bilder von Frustration und sogar Handgreiflichkeiten nach dem Abpfiff sprechen eine deutliche Sprache.

Die demütigung in elsass

Nach dem verdienten 2:0-Sieg im Hinspiel reisten die Rheinhessen als Favoriten nach Straßburg. Doch was folgte, war eine Lehrstunde in Sachen Fußball. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer wirkte von Beginn an gehemmt und hatte keinerlei Antworten auf das aggressive und spielstarke Auftreten der Franzosen. Sebastian Nanasi (26.) und Abdoul Ouattara (35.) stellten früh auf 2:0 für Straßburg, was den Traum vom Endspiel in Leipzig am 27. Mai jäh zunichte machte.

Die Hausherren nutzten die Unsicherheit der Mainzer gnadenlos aus. Julio Enciso (69.) und Emmanuel Emegha (74.) erhöhten die Führung auf ein deutliches 4:0. Daniel Batz, der Mainzer Keeper, konnte mit einigen Glanzparaden, darunter ein gehaltenem Elfmeter von Emegha in der 66. Minute, das Ergebnis halbwegs im Rahmen halten. Ohne seine Leistungen wäre die Niederlage noch deutlicher ausgefallen.

Es offenbarte sich ein Klassenunterschied, der die Fans der Nullfünfer schockierte. Die Straßburger Fans höhnten bereits vor dem Schlusspfiff mit dem Gesang „Auf Wiedersehen“, ein bitteres Zeichen der Machtverhältnisse.

Fischer: „unterirdisch“ und „keine antwort“

Fischer: „unterirdisch“ und „keine antwort“

Trainer Urs Fischer zeigte sich nach der Partie fassungslos. „Wir waren wirklich überfordert. Die haben uns aufgefressen. Wir hatten keine Antwort über 90 Minuten“, erklärte der Schweizer bei RTL. „Es war unterirdisch. Wir haben uns nicht getraut, den Ball laufen zu lassen. Dafür braucht es Mut, den hatten wir nicht.“ Seine Worte unterstreichen die erschreckende Vorstellung seiner Mannschaft.

FSV-Sportvorstand Christian Heidel versuchte, die Situation zu relativieren. „Wir hatten gegen eine klasse Mannschaft keine Chance. Dann muss man das auch einfach mal akzeptieren – und dann geht es weiter für uns“, sagte er. „Wie gehen dennoch erhobenen Hauptes raus, wir haben gegen die wahrscheinlich beste Mannschaft im Wettbewerb verloren. Wir hätten viele, viele Dinge besser machen müssen, um eine Chance zu haben.“

Die Bilder von Rangeleien zwischen FSV-Profis und Spielern des Gegners vor dem Mainzer Fanblock unterstreichen die tiefe Frustration, die in der Mannschaft herrscht. Diese unrühmliche Szene bildet einen traurigen Schlusspunkt einer enttäuschenden Saison. Die Mainzer müssen nun analysieren, was schief lief und sich neu fokussieren, um in der kommenden Saison wieder eine bessere Rolle spielen zu können. Der Traum vom Europapokal ist geplatzt, aber es gilt, gestärkt aus dieser Erfahrung hervorzugehen.