Real madrid am abgrund: kann kroos die königliche noch retten?
Madrid steht vor einem Scheideweg. Nach einer verkorksten Saison hat Real Madrid im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern die letzte Chance, den Abstieg zu verhindern. Ein Wunder muss geschehen, denn die Ausgangslage ist düster.
Die misere in liga und pokal
Die Bilanz der Königlichen in dieser Saison ist erschreckend. In der Liga liegt man mit neun Punkten Rückstand auf den Erzrivalen FC Barcelona auf dem zweiten Platz. Hinzu kommt das schmerzliche Ausscheiden im Pokal gegen einen Zweitligisten – ein herber Schlag für den Stolz des Vereins. Die jüngsten Auftritte waren alles andere als überzeugend, sodass die Fans ihre Unzufriedenheit offen zum Ausdruck brachten.
Die Schlagzeilen der spanischen Presse sind eindeutig: „München oder der Abgrund“, titelte „AS“ nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Girona. Die Situation ist ernst, und die Zeit drängt.

Kroos' ungewisse zukunft
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Toni Kroos, der möglicherweise eine überraschende Rückkehr in den aktiven Fußball plant – und zwar bei seinem ehemaligen Verein Real Madrid. Doch bevor er eine neue sportliche Herausforderung annimmt, muss die Mannschaft zunächst das Viertelfinalrückspiel gegen Bayern überstehen. Das Szenario ist ironisch: könnte Kroos, zwei Jahre nach seinem Abschied, in eine Situation geraten, in der er einem Verein helfen muss, der sich gerade neu finden muss?
Trainer Álvaro Arbeloa scheint die Situation realistisch einzuschätzen: „Ich möchte, dass meine Spieler daran glauben. Das ist alles, was ich will.“ Seine Worte klingen fast wie ein Hilferuf angesichts der schwierigen Umstände.

Die bayern-herausforderung
Die Aufgabe ist alles andere als einfach. Die Defensive von Real Madrid wirkte im Hinspiel bereits anfällig, und der gelbgesperrte Aurélien Tchouaméni fällt ebenfalls aus. Die Diskussionen über das vermeintliche Traumduo aus Kylian Mbappé und Vinicius Junior scheinen in diesem Kontext fast nebensächlich.
Trotz allem klammert sich Real Madrid an die Hoffnung. Präsident Florentino Pérez verkündete bei einer Festveranstaltung: „Hier gibt niemand auf!“ Ein Satz, der die unbändige Kampfeslust des Vereins widerspiegelt. Und tatsächlich hat Real Madrid in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass es in der Champions League in der Lage ist, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen – wenn auch meist im eigenen Stadion.
Die Geschichte spricht gegen Real Madrid, doch die Spieler wollen daran glauben. Sie müssen bereit sein, „alles zu geben“ und sogar „zu sterben“, wie Arbeloa betont. Denn, wie die „AS“ treffend feststellte, „wenn sie das nicht tun, ist es die Saison von Real Madrid, die stirbt“.
Die Frage ist, ob der Glaube an die eigene Stärke ausreicht, um die Bayern zu bezwingen und die Saison doch noch zu retten. Fest steht: Toni Kroos wird im Sommer viel Arbeit haben, unabhängig vom Ausgang des Rückspiels.
