Raya rückt vor – spanien sucht den perfekten schlussmann für den titel-angriff
David Raya wird zum Glücksfall der neuen Ära. Am 26. März 2022, 10:07 Uhr, klingelt sein Handy in Cornellà – Robert Sánchez fällt wegen Corona aus, und die Torwart-Hierarchie der Furia Roja kippt binnen einer Stunde. Seit diesem Moment ist der Katalane in jeder Liste von Luis Enrique und später von De la Fuente dabei – als einziger Feldspieler neben Martín Zubimendi ohne Ausfall.

Vier keeper, ein platz – der stellungskrieg beginnt
Unai Simón galt als gesetzt, doch die Null gegen Serbien war keine Gala. Joan García schielt auf den WM-Kader, Alex Remiro wurde schon einmal aussortiert. Bleibt Raya, der in England als bester Keeper der Welt gefeiert wird und trotzdem in Spanien kaum Thema ist. „Ich warte nur darauf, dass ihr über David Raya sprecht“, sagte De la Fuente nach dem 3:0 – ein Satz, der wie ein Seitenhieb auf die Medien klingt und zugleich die Marschrichtung öffnet.
Die Zahlen sprechen für den Barça-Neuling: 15 Liga-Spiele ohne Gegentor, 76 Prozent gehaltene Elfmeter seit 2021, kein einziger Fehler im Aufbau. Doch De la Fuente liebt Hierarchien. Er nannte Simón „Nummer eins“, Raya „Nummer zwei“. Wenn am Sonntag im RCDE-Stadion wieder gespielt wird, wo Raya einst sein Debüt feierte, könnte sich das Blatt erneut wenden – ein Startelf-Einsatz würde die Rangelei neu entfachen.
Der Coach hat die Qual der Wahl: Risiko Raya mit Ballglanz und Strafraum-Beherrschung, oder Sicherheit Simón mit der Erfahrung von 37 Länderspielen. Wer sitzt am Ende auf der Tribüne? Remiro kennt die Antwort bereits. Die nächste Antwort gibt das Training – und vielleicht ein einziger Satz von De la Fuente, der alles umkrempelt.
