Ravanelli zieht messerklinge: juve-angriff versagt am charakter
Fabrizio Ravanelli schlägt zurück. Der ehemalige Juve-Torjäger wirft Vlahovic und Kolo Muani zwar keine fehlende Torgefahr vor, aber er sieht eine ganz andere Schwäche: Die neue Sturmriege der Alten Dame fehlt es an Charakter – und das könnte den Scudetto-Traum auch 2025 platzen lassen.
Warum vlahovic und kolo muani nicht reichen
Ravanelli zählt auf, was ein Juve-Center mitbringen muss: „Spiel öffnen, Ball sichern, die Mannschaft nach voren tragen, Tore machen, körperlich präsent sein – und vor allem Führung zeigen, ohne sich zu verstecken.“ Dusan Vlahovic habe zwar Einsatz, aber: „Wenn er nächste Saison wieder zwei, drei Spiele verpatzt, explodiert die Stimmung. Dann zählen 20 Treffer nichts.“ Kolo Muani liefert laut „Penna Bianca“ zwar 15–20 Saisontore, doch als Paar passen die beiden nicht: „Sie belegen dieselben Räume, beide wollen in die Tiefe, keiner regiert die Zentrale.“
Die eigentliche Bombe legt Ravanelli aber bei David und Openda zündet: „Die haben alles falsch gemacht – nicht nur taktisch, sondern charakterlich. Juve verlangt Spieler, die auch in schwierigen Momenten die Bälle fordern. Wer sich versteckt, hat hier nichts verloren.“ Für ihn offenbarten die Neuzugänge genau die Schwäche, die einen Spitzenclub auseinanderreißt: mangelnde Persönlichkeit.

Die unbequeme wahrheit über spallettis offensive
Trotz 49 Toren – Serie A-Rang zwei hinter Inter – krankt die Spalletti-Offensive an Effizienz. Laut Ravanelli liegt das nicht an mangelnder Kreativität, sondern an der mangelnden Killer-Instinkt-Kultur. „Juve kombiniert aktuell am besten in Italien, doch vor dem Tor fehlt das letzte Quäntchen Zynismus. Man schafft 25 Chancen, nutzt nur drei. Das reicht nie für den Titel“, sagt der 56-Jährige. Sein Fazit: „Ein einziger zusätzlicher Knipser hätte diese Saison schon zehn Punkte mehr gebracht.“
Die Lösung? „Nicht noch mehr Stars, sondern Typen mit Juve-DNA: Sie müssen bereit sein, auch mal das 1:0 zu retten, wenn es brennt. Bernardo Silva wäre ein Puzzle-Teil, kein Charakter-Fix. Das Problem ist der Sturm, nicht das Mittelfeld.“
Und bis Saisonende? „Spalletti wird mit Boga, Yıldız und einem graduell fit werdenden Vlahovic rotieren. Das System lebt von Unberechenbarkeit – aber ohne sichere 20-Tore-Garantie bleibt die Meisterschaft ein Wunschtraum.“
Ravanelli schließt mit einem Satz, der mitten in die Magengrube trifft: „Juve braucht keine neue Taktik, sie braucht neue Eier. Sonst wird auch 2025 wieder nur von gespielter Dominanz berichtet – und von Punkten, die in Mailand, Neapel und Rom bleiben.“
