Rätsel um ricken: bvb plant heimlichen thronfolger – kehl steht vor dem aus

Um 01:38 Uhr in der Nacht schickt Lars Ricken eine einzige WhatsApp-Anfrage: „Kannst du morgen früh kommen?“. Der Empfänger: ein Top-Manager aus der Bundesliga, den die BVB-Führung intern schon als „Projekt Nachfolger Kehl“ führt. Was danach passiert, wissen nur drei Menschen in Dortmund – und keiner redet offiziell.

Kehls macht schwindet, ricken zieht die fäden

Seit Wochen braut sich im Klub ein Sturm zusammen, der sich gegen Sebastian Kehl richtet. Die Saison verläuft holprig, Transfers wie Bynoe-Gittens und Özcan liefern keine sofortige Rendite, und die Kommunikation zwischen Geschäftsführung und Trainer Sabitzer gilt als zerfahren. Die Lösung? Nicht Kehl rauswerfen – sondern eine zweite Machtzentrum neben ihm installieren, die er bei Bedarf beerben kann.

Lars Ricken, Klublegende und seit Jahren Leiter der Lizenzspielerabteilung, soll diesen Coup lenken. Nach Informationen von TSV Pelkum Sportwelt führte er in den letzten zehn Tagen drei verdeckte Gespräche mit externen Sportdirektoren. Einer der Kandidaten: ein 42-jähriger Deutsch-Italo, der in Mailand Meisterschaften gewann und derzeit noch bei einem Champions-League-Kluf unter Vertrag steht. Sein Name fällt in der Geschäftsstelle nur als „Codename L.“

Warum ausgerechnet jetzt?

Warum ausgerechnet jetzt?

Die Zeitplanung ist kein Zufall. Am 30. Juni läuft die Klausel in Kehls Vertrag, die eine einseitige Verlängerung um zwei Jahre erlaubt. Der Aufsichtsrat will sich bis dahin Klarheit verschaffen. Intern heißt es: „Wenn wir bis April keine Trendwende sehen, ziehen wir den Stecker.“ Die Trendwende ist aber nicht nur sportlich gemeint – sondern auch die Frage, ob Kehl die Machtfülle noch beherrscht, die ihm Hans-Joachim Watzke 2022 überließ.

Ricken genießt dabei das Vertrauen von Präsident Reinhard Rauball. Er galt lange als „Mr. Dortmund“, der nie nach mehr Macht griff. Doch seit er im Sommer 2025 die Nachwuchszentrum komplett umbaute und dabei 15 Millionen Euro einsparte, wissen Entscheider: Ricken kann knallhart kalkulieren. Die interne Befragung lautet nun: „Wenn er den Nachwuchs reformiert, warum nicht auch die Profi-Abteilung?“

Das sagt ricken – und was er verschweigt

Das sagt ricken – und was er verschweigt

Auf Anfrage bestätigt der 48-Jährige nur: „Ich kann es nicht sagen.“ Mehr nicht. Kein Dementi, kein Bekenntnis zu Kehl. Schweigen als Taktik. Denn jede öffentliche Aussage würde den Zielkandidaten preisgeben und den Preis in die Höhe treiben. Die Berater der „Kandidaten L., M. und S.“ haben bereits Signale erhalten: Ein Drei-Jahres-Vertrag, vier Millionen Euro Gesamtvolumen plus Boni für Titel und Champions-League-Quali. Die Klausur: Die neue Führungsspitze soll parallel zu Kehl operieren – offiziell als „Co-Sportdirektor“, faktisch als Thronfolger.

Die interne Machtbalance wird damit zur Zitterpartie. Sabitzer erfuhr erst am Rande, dass an seinem Arbeitsplatz ein zweiter Sportdirektor aufbauen soll. Er reagierte mit einem spontanen Treffen mit Ricken – Ergebnis: offiziell „konstruktiv“, inoffiziell „frostig“. Die Kabine beobachtet den Putsch mit angehaltenem Atem. Kapitän Emre Can sagt nach der 0:2-Pleite in Augsburg nur: „Wir brauchen Ruhe, nicht noch mehr Köche.“

Der countdown läuft

Noch vier Wochen bis zur Mitgliederversammlung. Dort will Rauball die Reihe klarstellen – oder eben nicht. Die Ricken-Fraktion arbeitet unter Hochdruck an einem „Dossier Zukunft“: Marktanalysen, Scouting-Listen, Gehaltsstrukturen. Das Dokument trägt intern den Decknamen „Projekt Schwarz-Gelb 2.0“. Wer es liest, erkennt: Es ist kein Appendiz, sondern ein Komplett-Relaunch der Sportdirektion.

Kehl selbst hält sich bedeckt. Freunde berichten, er habe „keine Lust auf Schattenboxen“. Doch er weiß: Wenn Ricken die Kurve kriegt, steht er vor der Wahl – Kampf oder Kapitulation. Die nächsten Spiele gegen Leverkusen und Leipzig werden zur Machtprobe. Schafft der BVB den Sprung auf Platz drei, könnte Kehl die Kurve kriegen. Bleibt die Lücke bei sieben Punkten, droht der „Sensenmann in Schwarz“ – und der trägt Ricken-Gesicht.

Um 07:13 Uhr, fünf Stunden nach der mysteriösen WhatsApp-Nacht, trifft Ricken im Trainingszentrum ein. Kehl steht an der Seitenlinie, begrüßt ihn mit einem Nicken – nicht mehr. In Dortmund wird bald jemand die Führung übernehmen. Ob es der Mann mit dem aktuellen Vertrag oder der mit dem geheimen Codename ist, entscheidet sich in den nächsten 30 Tagen. Die Uhr tickt lauter als jedes Südtribünen-Rufen.