Rangnick bekommt turbo-nachschub: chukwuemeka und wanner springen auf österreichs wm-zug

Der österreichische Teamchef Ralf Rangnick darf am 27. März gegen Ghana gleich zwei neue Ass aus dem Ärmel ziehen: Carney Chukwuemeka und Paul Wanner sind offiziell kampfberechtigt für die rot-weiß-rote Auswahl, wie die FIFA-Plattform am Freitag verlauten ließ. Die beiden Mittelfeld-Talente, bisher an England und Deutschland gebunden, rücken sofort in den Kader der Testspiele gegen Ghana (27.3.) und Südkorea (31.3.) – und damit ins Zwischenrund-Fenster der WM-Qualifikation 2026.

Die papiere sind durch, die uhr tickt

Die Entscheidung der FIFA fiel am 9. März, blieb aber bis gestab vor Journalisten geheim. Hintergrund: Erst seit Kurzem erfüllen Chukwuemeka und Wanner die verschnürten Regularien für einen Verbandswechsel – beide besitzen österreichische Pässe, waren als Kinder im Land, haben nie A-Länderspiele für ihre bisherigen Verbände absolviert. Für Rangnick ein Glücksfall: Er kann nun auf zwei gestandene Bundesliga-Profis zurückgreifen, die technisch versiert, laufstark und hungrig sind. Der 20-jährige Wanner lief zuletzt in Eindhoven auf, absolvierte bei Bayern München seine Ausbildung und bezeichnete den Schritt als „schwierigste Entscheidung meiner Karriere“. Chukwuemeka, jüngster der beiden, fehlt Dortmund derzeit wegen Muskelproblemen – doch der BVB gab grünes Licht, mit der FIFA-Mitteilung ist die medizinische Pause beendet.

Für Österreichs WM-Planung bedeutet das: In der entscheidenden Phase der Qualifikation erhält Rangoptionen auf beiden Außenbahnen sowie im Zentrum. Chukwuemeka bringt die robuste Komponente, Wanner die spielerische. Beide verfügen über internationale Erfahrung aus dem Nachwuchs, beide kennen sich mit hohem Tempo aus der ChampionsLeague. Die Konkurrenz im Kader – Sabitzer, Laimer, Baumgartner – bekommt Nachwuchs, der sofort mitmischen will.

Rangnick nennt den kader am 16. märz

Rangnick nennt den kader am 16. märz

Die Personalie ist eng getaktet. Am 16. März legt Rangnick seine Liste für die Doppel-Header in Wien offiziell vor. Wer dabei ist, wird voraussichtlich auch im Sommercamp bleiben, wenn es um die letzten Punkte in der Qualifikationsgruppe geht. Die Öffentlichkeit erwartet vor allem eine Antwort auf die Frage: Wie viel Spielzeit erhalten die Neuzugänge gleich im März? Ein Einsatz von der Bank ist wahrscheinlich, ein Startelf-Debüt nicht ausgeschlossen – vor allem bei Wanner, der in guter Form ist und schon bei PSV 25 Pflichtspiel-Einsätze sammelte.

Die Fans reagieren euphorisch: Innerhalb von Stunden kursierten auf Social Media erste Montagen mit Wanner und Chukwuemeka im Österreich-Trikot. Der Verband selbst hielt sich bedeckt, bestätigte aber, „dass sich die FIFA-Meldung korrekt darstellt“. Für den ÖFB ist der Doppel-Transfer ein Signal, dass die Talent-Förderung Früchte trägt – selbst wenn die Spieler erst im Ausland reiften.

Die Gegner haben gewarnt: Südkoreas Coach Jürgen Klinsmann erklärte erst kürzlich, „Österreichs jüngste Generation sei technisch so stark wie selten zuvor“. Mit Wanner und Chukwuemeka bekommt diese Generation Zusatzdampf. Noch fehlen zwei Siege, um den sicheren WM-Ticketloch zu klopfen. Rangnick kann jetzt auf 26 statt 24 hochkarätige Kandidaten bauen. Die Qualifikation wird zur Chess-Partie – und zwei neue Figuren stehen bereit, sofort auf das Brett zu springen.