Rallye-legende genito stirbt mit 78: ein champion geht!
Die Motorsportwelt trauert um einen ihrer prägendsten Figuren: Eugenio ‘Genito’ Ortiz, spanischer Rallye-Champion von 1983, ist im Alter von 78 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Sein Name ist untrennbar mit dem Renault 5 Turbo verbunden, einem Wagen, der eine ganze Generation von Rallye-Fans begeisterte und eine Ära spanischen Motorsports einleitete.

Ein militärdienst neben dem drift: genitos außergewöhnliche karriere
Ortiz, geboren in Castillo Pedroso, einem Ort, der für seine anspruchsvollen Rallye-Strecken in Kantabrien bekannt ist, vereinte in seiner Person zwei Leidenschaften: den Dienst in der Armee als Leutnant und die Faszination für den Motorsport. Schon früh zeigte sich sein Talent, das er zunächst in einem Chrysler 180 demonstrierte, bevor er mit Antonio Zanini, Beny Fernández und Marc Etchebers zu den prägenden Figuren der spanischen Rallye-Szene der frühen 80er Jahre wurde. Der Shalymar Rallye 1978 markierte den Beginn seiner Erfolgsgeschichte.
Doch die Glanzjahre erlebte ‘Genito’ als Fahrer für FASA Renault. Es war Bernard Tramont, der legendäre zweifache spanische Rallye-Champion mit dem Alpine A110, der Ortiz das entscheidende Upgrade bescherte: den Renault 5 Turbo. Dieser Wagen, der ihm seinen Beinamen einbrachte, wurde zu seinem Markenzeichen und dem Sprungbrett für seinen größten Erfolg – den spanischen Meistertitel 1983. Die Leistung des kleinen französischen Boliden war schlichtweg beeindruckend, und Ortiz bewies ein außergewöhnliches Talent, ihn zu beherrschen.
Ein Vermächtnis für die Zukunft: Ortiz war nicht nur ein Champion, sondern auch ein Wegbereiter. Er eröffnete die Reihe der kantabrischen Rallye-Helden, zu denen später ‘Chus’ Puras, Dani Sordo und Enrique Gª Ojeda hinzukamen. Nach drei erfolgreichen Saisons übergab er das Steuer des Turbo an einen jungen Carlos Sainz, der auf dem Weg zu einer glanzvollen Karriere war. Ein Wechsel, der das Team Renault weiter verstärkte.
Die Partnerschaften von Ortiz waren ebenso legendär wie seine Fahrleistungen. Neben ihm am Steuer saßen stets erfahrene Copiloten wie ‘Susi’ Cabal, Guillermo Barreras und Ramón Mínguez, der selbst später als spanischer Meister im Bereich Rallye Cross erfolgreich war – ebenfalls im ‘culo gordo’, wie der Renault 5 Turbo liebevoll genannt wurde. Die Zahl seiner Siege in der FASA Renault Ära ist schlichtweg beeindruckend und bezeugt seine Dominanz in dieser Zeit.
Mit seinem Tod verliert die spanische Motorsportwelt eine Ikone. ‘Genito’ Ortiz wird als talentierter Fahrer, charismatischer Sportler und wichtiger Pionier in Erinnerung bleiben. Sein Vermächtnis lebt weiter in den Herzen der Rallye-Fans und inspiriert junge Fahrer, dem Traum vom Sieg zu folgen.
