Rahm: von barrika zum masters-champion – eine dekade voller triumphe
Jon Rahm, der Name ist in der Golfwelt mittlerweile unverkennbar. Vor zehn Jahren betrat der junge Spanier die Bühne des Quicken Loans National als unbekanntes Talent, nur um im Debüt als Dritter zu landen. Eine Karriere, die seitdem Höhenflüge feiert, von denen er sich nun, im Rückblick, kaum noch vorstellen kann.
Die rasante karriere eines ausnahme-athleten
24 Siege, darunter zwei Majors – der US Open 2021 und der Masters 2023 – sowie drei Ryder Cup-Teilnahmen. Diese Bilanz allein spricht Bände über Rahms außergewöhnliches Talent und seine unermüdliche Hingabe. Doch die Geschichte ist noch viel spannender. Sein Auftritt im Congressional 2016, nach dem US Open in Oakmont, war der Startschuss für eine Karriere voller Selbstvertrauen. „Nach Oakmont dachte ich mir: Das ist doch machbar. Hier gibt es Platz zum Schlagen.“
Ein Moment, der Rahm besonders in Erinnerung geblieben ist: Tiger Woods persönlich kam nach seiner Runde, um ihm zu gratulieren. „Es ging so schnell, dass ich es kaum realisiert habe“, erinnert sich Rahm mit einem Lächeln. Dieser Moment markierte den Beginn einer Ära, in der Rahm die Golfwelt im Sturm erobern sollte.
Ein Hole-in-One als Kickstart: Nur wenige Monate später, im Safeway Open 2016, gelang ihm sein erstes Hole-in-One im Profibereich. Ein Moment, der so unauffällig begann, als ob er für ihn bestimmt war. Kein Jubel, kein Applaus – nur der Ball, der still und leise im Loch verschwand.

San diego – mehr als nur ein turnierort
Sein erster Sieg im Farmers Insurance Open 2017 in Torrey Pines ist für Rahm von besonderer Bedeutung. San Diego, die Stadt, die er und seine Frau Kellie lieben, wurde zum Schauplatz seines ersten großen Triumphes. „Es war eine wunderschöne Woche“, erinnert sich Rahm. Der Sieg war so süß, dass er an Txema Olazábal dachte, der 1998 ebenfalls mit einer 65er Runde im Sonntag siegte.
Der Weg zum Erfolg war nicht immer einfach. Ein bogey und ein Doppelbogey am letzten Tag stellten ihn vor eine Herausforderung. Doch Rahm ließ sich nicht entmutigen. Ein entscheidender Putt am 11. Loch und ein Eagle am 13. Loch gaben ihm den entscheidenden Schub. Der Putt am 18. Loch, der sein Herz fast stehen bleiben ließ, war der krönende Abschluss eines unvergesslichen Tages. „Es ist nicht schwer, zwei Putts zu machen. Man muss nur auf die Fahne zielen.“

Die bedeutung des open de españa
Das Open de España nimmt in Rahms Karriere einen besonderen Platz ein. Drei Siege in diesem prestigeträchtigen Turnier zeigen seine Verbundenheit zu seiner Heimat. Die Unterstützung der spanischen Fans ist für ihn eine zusätzliche Motivation. „Wenn ich gut spiele und die Fans mich anfeuern, ist es, als hätte ich jemanden an meiner Seite, der mir hilft und die anderen Spieler einschüchtert.“ Der Sieg 2022, als er Seve Ballesteros gleichschaltete, ist ihm besonders am Herzen.
Der Masters-Triumph: Eine Hommage an die Legenden Der Gewinn des Masters 2023 ist für Rahm von besonderer Bedeutung. „Es ist noch etwas, das ich kaum glauben kann“, gesteht er ehrlich. Der Sieg ist nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch eine Hommage an die großen spanischen Golfspieler wie Seve Ballesteros. „Dazu zu gehören, ist einzigartig.“
Tränen der Freude: Die Ryder Cup-Erlebnisse, insbesondere der Sieg in Bethpage, berührten Rahm tief. Der Umarmung mit José María Olazábal am 18. Loch, begleitet von Tränen, ist ein Beweis für die emotionale Bedeutung des Mannschaftswettbewerbs. „Ich habe seit der Geburt meiner Kinder nicht mehr so geweint“, gesteht Rahm. Die Ryder Cup ist mehr als nur ein Turnier – sie ist ein Gefühl.
