Rahm träumt vom grand slam: konzentriert und selbstbewusst vor augusta!

Augusta National – Jon Rahm geht als einer der Top-Favoriten in das diesjährige Masters Tournament ins Rennen. Doch der Weg zur zweiten Green Jacket ist steinig, wie die historische Bilanz zeigt: Nur drei Golfer haben diesen Triumph in der Geschichte des Turniers wiederholen können. Rahm selbst scheint jedoch unbeeindruckt und präsentiert sich in Topform – sowohl körperlich mit dem angesagten 'Taper Fade'-Haarschnitt als auch mental.

Die herausforderung: wiederholungssieg in augusta

Die Statistik ist eindeutig: Ein erneuter Sieg in Augusta ist eine Mammutaufgabe. Lediglich José María Olazábal, Scottie Scheffler und Bubba Watson haben dies in der Vergangenheit geschafft. Das liegt zum einen an der schieren Schwierigkeit des Parcours, zum anderen aber auch daran, dass die Spieler nun mit dem Gelände bestens vertraut sind. Die Jahre des Fernsehens und der eigenen Erfahrungen haben sie gelehrt, wie man diesen anspruchsvollen Kurs bezwingt.

Rahm hingegen wirkt gelassen. “Die vier Runden im LIV-Format tun mir gut”, erklärt er. “Manchmal kann man bei den drei Runden in anderen Turnieren das Gefühl haben, die Woche zieht sich in die Länge. Vier Tage sind ideal.” Der Gewinn des vergangenen Turniers gibt ihm zusätzliche Sicherheit, ein Gefühl, das ihm in den Vorjahren gefehlt hat.

Streit mit der dp world tour: ein nebengedanke

Streit mit der dp world tour: ein nebengedanke

Obwohl die Kontroverse um seine Wechsel zum LIV Golf und die möglichen Strafen durch die DP World Tour allgegenwärtig ist, scheint Rahm diese aktuell nicht sonderlich zu belasten. “Wir sind weiterhin im Gespräch und ich bin zuversichtlich, dass sich alles klären wird”, sagt er. “Da ich bis September keine Turniere wie den Open de España oder das Dunhill Links spielen werde, bin ich im Moment nicht allzu besorgt. Ich glaube, wir werden eine Lösung finden.” Er betont, dass er bereits Kompromisse eingegangen ist und eine juristische Auseinandersetzung für unnötig hält. Sein Ziel ist es, die europäische Tour weiterhin zu unterstützen.

Tiger Woods, der Meister der Comebacks, dient Rahm als Inspiration. Der Spanier träumt nicht nur vom Sieg in Augusta, sondern auch vom historischen Grand Slam, den bisher nur sechs Spieler in der Geschichte des Golfsports vollbracht haben. “Das war schon immer ein Traum”, gesteht er. “Würde ich mich danach ruhig schlafen können? Wahrscheinlich schon. Aber auch mit dem, was ich bisher erreicht habe, kann ich schon jetzt recht zufrieden sein. Wenn ich mich entscheiden müsste, welcher der beiden verbleibenden Majors mir am meisten am Herzen liegt, wäre es wohl der Open Britanico, obwohl der PGA natürlich auch eine reizvolle Option ist, um den 'Grand Slam español' abzuschließen.”

Ein Gedanke schmerzt jedoch: Die Abwesenheit von Tiger Woods und seinem Freund Phil Mickelson. “Ich hoffe nur, dass Tiger die Hilfe erhält, die er braucht, und sich vollständig erholt. Er ist zweifellos ein Meister der Comebacks. Wenn es jemanden gibt, der die mentale Stärke besitzt, um eine solche Herausforderung zu meistern, dann ist es er. Ich bin sicher, dass er in Florida viele Unterstützer hat, sowohl von Menschen als auch von anderen Golfspielern.”

Die Zahlen lügen nicht: Jon Rahm ist bereit. Augusta National, der Rest der Welt – aufgepasst!