Pytlick-transfer: gidsel packt aus – „simon ist momentan nicht happy“

Simon Pytlick will weg, SG Flensburg-Handewitt blockt, Füchse Berlin warten. Mitten im Pokerspitzel plaudert Weltstar Mathias Gidsel über das Seelenleben seines künftigen Club-Kollegen – und liefert die bisher ehrlichste Einschätzung.

„Was man von außen sieht, ist nicht schön“

Der dänische Rechtsaußen gibt sich zurückhaltend, wenn’s um Details geht. „Das ist nicht meine Verantwortung – und zum Glück ist das nicht meine Verantwortung“, sagt Gidsel gegenüber handball-world. Doch dann fällt der Satz, der die Gemüter in beiden Lagern erzittern lässt: „Ich wünsche mir immer, dass meine Freunde happy sind – und Simon ist momentan nicht happy.“

Mehr braucht es nicht, um die Lage auf den Punkt zu bringen. Pytlicks Vertrag in Flensburg läuft noch bis 2027, der Spieler aber schon längst mit dem Herzen in Berlin. Die Vereine? Kommunikationslos. „Im Moment haben wir keine Verhandlungen“, bestätigt Füchse-Trainer und Sportchef Nicolej Krickau. Kein Geplänkel, kein Katz-und-Maus-Spiel – einfach Stille.

Krickau betont, dass es nicht am Geld hänge – zumindest nicht allein. „Wir können und wollen nicht jede Summe bezahlen. Es wäre finanzielle Idiotie für eine Saison.“ Die Marschroute steht fest: Pytlick kommt, spätestens 2027. Ob früher, hängt von einem einzigen Faktor ab: Flensburgs Bereitschaft zu verkaufen.

Der spieler zieht, der klub zieht – und die uhr tickt

Der spieler zieht, der klub zieht – und die uhr tickt

Intern laufen die Fäden über Pytlicks Berater. Berlin hat ein Angebot hinterlegt, mehr kann man nicht tun. „Das war immer Simons Berater“, so Krickau. „Wir haben ihm natürlich eine Summe mitgegeben – so ist so ein Prozess.“ Doch der Prozess verläuft im Schneckentempo, während die Saison 2025/26 schon vor der Tür steht.

Gidsel selbst bleibt cool. „Ich bin noch viele Jahre Füchse-Spieler. Ich bin hier, wenn Simon 2027 kommt – und wenn er früher kommt, dann auch.“ Klingt nach Gelassenheit, ist aber auch Realismus. Berlin hat den langfristigen Kroaten-Kader bereits zusammen, Pytlick ist nur noch ein Puzzlestück – wenn er an Bord kommt.

Flensburg indes droht ein Sommer voller Fragen. Die Fans fordern Antworten, die Vereinsführung schweigt. Und Pytlick? Der trainiert, spielt, lächelt – aber eben nicht mehr so richtig. Gidsels Worte sind ein Spiegel: Happy sieht anders aus. Die Uhr tickt, die Nerven liegen blank. Wer zuerst blinkt, entscheidet, ob 2026 oder 2027 zum großen Berlin-Jahr wird.