Puck weg, punkt weg: skandal-tor wirft deb-team aus der bahn
Ein einziger vermeintlich toter Puck kostet Deutschland den ersten WM-Sieg. Statt jubeln müssen die Eishockey-Cracks nach 65 Minuten mit hängenden Schuldern vom Eis – 3:4 nach Penaltyschießen gegen die USA, und die Viertelfinal-Träume schrumpfen zur Nussknacker-Aufgabe.
Grubauer patzt, schiedsrichter schweigen
55 Sekunden vor Ende der dritten Periode streckt Philip Grubauer die Fanghand, drückt die Scheibe aufs Eis – kein Pfiff, kein Bully. Die Amerikaner stochern, Tommy Novak nagelt das 3:3. Bundestrainer Harold Kreis verzichtet auf die Coaches Challenge, später begründet er’s mit „unklaren Bildern“. Die Uhr tickt, die Kabine kocht.
Die Verlängerung bietet Spektakel: Pfosten für die USA, Querpass-Parade von Marc Michaelis, doch die Entscheidung fällt erst im Shootout. Dort trifft nur Clayton Keller, während die deutschen Shooter an Devin Cooley verzweifeln. Ein Punkt bleibt, aber der schmeckt wie bittere Limone.

Drei spiele, ein punkt – jetzt zählt nur noch sieg
Mit 1:10 Punkten liegt das DEB-Team auf Rang sieben, die Tordifferenz (-8) ist der schlechteste Wert der Gruppe. Freitag gegen Ungarn, Samstag gegen Österreich, Montag gegen Großbritannien – alles Finals vorzeitig. Verliert Deutschland nur einmal in der regulären Spielzeit, dürften selbst Rechenspiele nicht mehr reichen.
Die Zahlen sind gnadenlos: In vier Partien erst fünf Tore, dazu die zerrissene Defensive. Die einstige Stärke am Kreis liegt jetzt bei 47 %, die Powerplay-Quote bei mageren 9 %. Sportdirektion und Fans fordern Reaktion, doch Kreis betont: „Wir haben die Qualität, jetzt müssen wir sie abrufen.“
Die Uhr läuft, das Eis ist klar – und die deutschen Sticks müssen endlich Feuer fangen, sonst reicht die Heimreise vor dem Viertelfinale.
