Psg zwingt lens zum nachholspiel – campos erklärt den europa-einsatz

Luis Campos lässt keine Debatte offen: Das Topspiel der Ligue 1 zwischen RC Lens und Paris Saint-Germain, ursprünglich für den 11. April terminiert, soll verlegt werden – und zwar zugunsten ganz Frankreichs, nicht nur des PSG.

Der champions-league-zwischenstop zwingt paris zu einem kraftakt

Die Pariser empfangen den FC Liverpool am 7. April im Viertelfinal-Hinspiel, fliegen drei Tage später nach Anfield – und müssten dazwischen in Lens antreten. Campos: „Wir hätten gern Dienstag und Mittwoch gespielt, doch Hillsborough ist ein Datum, das man nicht anrührt.“ Der 15. April gilt in England als Gedenktag für die Katastrophe von 1989; der FC Liverpool spielt an diesem Tag nie.

Die Lösung: Lens-PSG wird verschoben. Campos argumentiert vor allem mit der UEFA-Fünfjahreswertung. Frankreich rangiert siebte, hinter den Niederlanden, und droht, den fünften Champions-League-Startplatz zu verlieren. „Wenn wir das nicht abwenden, trifft es nicht nur uns, sondern alle französischen Klubs“, sagt der portugiesische Sportdirektor.

Campos spricht von pflicht, nicht von luxus

Campos spricht von pflicht, nicht von luxus

Der Vorstoß ist nicht neu, doch er kommt spät. Lens führt die Protestliste an, weil der Klub um die Champions-League-Teilnahmen mitkämpft und jeden Terminvorteil braucht. Campos kontert: „Unsere Pflicht ist es, Frankreich in Europa zu vertreten. Die Entscheidung ist reif durchdacht, nicht nur im Interesse des PSG.“

Die Liga lehnte den Antrag zunächst ab, die Klubs beraten erneut. Für Campos steht fest: „In einer Demokratie ist jede Anfrage legitim. Aber am Ende zählt das große Ziel: Frankreich zurück in die Top 5.“

Die Uhr tickt. Die UEFA-Wertung wird nach dieser Saison neu geschrieben – und Paris setzt alles daran, dass das Feld nicht kleiner wird. Lens oder nicht.