Psg wirft wirtz und liverpool raus – dembélé erledigt die reds

Anfield schwieg. Kein „You’ll Never Walk Alone“, kein letztes Aufbäumen, nur das grelle Weiß der PSG-Shirts, die sich vor den Eckfahnen feierten. Florian Wirtz stand mit hängenden Schultern da, die Hände auf den Hüften – 0:2, 0:4 im Gesamtscore, Endstation Viertelfinale.

Doppelschlag dembélé binnen 18 minuten

Der Franzose, einst in Dortmund gefeiert, heute gnadenloser Henker: Ousmane Dembélé traf in der 73. Minute und noch einmal in der ersten Minute der Nachspielzeit. Beide Male war Liverpool offen wie eine Drehtür. Beide Male blieb Alisson ohne Abwehrchance. Die Reds hatten 28 Minuten lang alles reingeworfen, aber PSG konterte, als hätte Luis Enrique die Sechzigerjahre-Brazil-Anleitung studiert.

Die Zahlen lügen nicht: 12:3 Torschüsse nach dem Seitenwechsel, 67 Prozent Ballbesitz – und trotzdem steht Liverpool mit leeren Händen da. Der VAR nahm den Gastgebern einen Elfmeter wieder weg (66.), weil Díaz zuvor Hand im Abspiel hatte. Eine Winzigkeit, die das ganze Stadion in Ohnmacht versetzte.

Slot steht auf der kippe, wirtz vor schwerer saison

Slot steht auf der kippe, wirtz vor schwerer saison

Trainer Arne Slot stapfte mit geröteten Wangen in den Katakomben. „Wir haben Risiko gespielt, aber Risiko bestraft“, murmelte er. Die Frage ist nur, wer ihn jetzt noch hört. Fünfte Liga-Pleite in Serie, Pokal gegen Chelsea verloren, Champions League raus – der Druck aus Boston wird massiv. Sportchef Richard Hughes muss liefern oder umplanen.

Für Wirtz wird die Lage noch komplizierter. Die Europameisterschaft rückt näher, sein Körper schreit nach Pause. 4.120 Minuten in dieser Saison, kein deutscher Profi mehr auf dem Feld. „Ich brauche zwei Tage Schlaf“, sagte er, „dann schaue ich, was geht.“ Bundestrainer Julian Nagelsmann dürfte nervös auf den Leistungscheck gucken.

Paris trifft nun auf bayern oder real – und das ist keine gute nachricht für münchen

Paris trifft nun auf bayern oder real – und das ist keine gute nachricht für münchen

Während in Madrid noch gezittert wird, schickt sich PSG an, die Titelverteidigung perfekt zu machen. Marquinhos und Hakimi lieferten eine Abwehrarbeit, die an 2015 erinnert – nur ohne Ibrahimović, dafür mit Kolo Muani, der Liverpool die Räume nahm wie ein erfahrener Metzger. Die Elf von Enrique hat nun 13 Pflichtspiele in Folge nicht verloren.

Liverpool? Die legendäre Europapokal-Nacht blieb aus. Kein Tor, keine Antwort, keine Träume mehr. Die rote Wall ist zu einer weißen Fahne verkommen. Und morgen fährt die Mannschaft nach Newcastle – in einer Liga, in der sie gerade noch die Tür zur Champions League aufhalten müssen. Die Saison ist nicht vorbei, aber das Märchen ist es.