Preußen münster am abgrund: fürth-duell könnte klassenerhalt verspielen
Münster. Die Luft in der Preußen-Arena wird dünner. Nach dem blutleeren Remis in Kiel steht das Team von Trainer Alois Schwartz am Samstag vor einem Kellerduell gegen Greuther Fürth, das mehr als nur drei Punkte bedeutet. Der Klassenerhalt hängt am seidenen Faden – und die kommenden Aufgaben lassen wenig Hoffnung auf eine einfache Rettung.
Die wahrheit, die keiner sehen will: münster braucht einen sieg
Die Bilanz der Preußen in diesem Jahr ist alarmierend: sieben Punkte aus elf Zweitliga-Partien. Das ist schlichtweg zu wenig, um im Abstiegskampf zu bestehen. Das torlose Unentschieden gegen Holstein Kiel, mag es kurzfristig als Erfolg gewertet werden, kaschiert die gravierenden Probleme im Offensivbereich. Die gegnerische Abwehrreihen wurden zu selten vor echte Probleme gestellt. Das Fehlen von Durchschlagskraft ist offensichtlich.
Doch es wird noch bitterer: Nach dem Spiel gegen Fürth warten schwere Brocken auf die Münsteraner. Schalke 04, Hannover 96 und der SV Elversberg – ein denkbar schwieriges Restprogramm. Die Konkurrenz schläft ebenfalls nicht, und der Kampf um den Klassenerhalt wird bis zum Schluss dramatisch bleiben. Die Hoffnung auf einen glücklichen Zufall schwindet zusehends.

Fürth als unberechenbarer: kann münster die schwächen nutzen?
Die Aufgabe gegen Fürth erscheint auf dem Papier lösbar, doch der Tabellenvorletzte hat in den letzten Wochen überrascht. Gegen Topteams wie Schalke, Hannover und Elversberg konnte Fürth wertvolle Punkte einfahren. Das macht die Aufgabe für Münster umso schwieriger und die Einschätzung von Trainer Schwartz, dass die Partie als eines von sechs Endspielen zu betrachten ist, unterstreicht die Brisanz der Lage.
