Premier league-fans rebellieren: drei von vier wollen var abgeschafft

Die Stimmung kippt. 75 Prozent der Premier-League-Anhänger würden den Videoassistenten sofort abschaffen, zeigt eine Umfrage unter 8.000 Fans aller 20 Klubs. Der Football Supporters’ Association (FSA) lieferte am Dienstag die Zahlen – und sie sind ein Donnerschlag für die Liga.

96 Prozent der Befragten behaupten, der VAR mache das Fernseherlebnis nicht besser. 91 Prozent klagen, dass Jubelmomente durch die Stock-Technik abgewürgt werden. Und 86 Prozent fürchten sich vor dem 1. Juni, wenn der Assistent plötzlich auch Eckbälle und Gelbe Karten auf den Bildschirm wirft.

Die zahlen, die die premier league nerven

Die zahlen, die die premier league nerven

Die Liga schiebt die eigenen Erfolgsmeldungen vor: Genauigkeitswert seit 2019 bei 96,7 Prozent, durchschnittliche Unterbrechung um 25 Prozent kürzer als noch 2021/22. Doch die Fans pfeifen auf Statistik. „Die Leute wollen Spontaneität zurück, keine Millimeter-Entscheidungen“, sagt FSA-Studienleiter Thomas Concannin zur BBC. „Der VAR hat aus Toren Routine, aus Emotionen Warterei.“

Im Mai 2024 versuchte Wolverhampton, den VAR abzuwählen. 19 Klubs stimmten dagegen, nur der FC Liverpool signalisierte Sympathie für eine Rückkehr zum „reinen Fußball“. Für eine erneute Abstimmung bräuchte es 14 der 20 Stimmen – eine Mehrheit, die angesichts der neuen Fan-Revolte plötzlich greifbar scheint.

Lo que nadie cuenta: Die Premier League steht vor einer PR-Katastrophe. Sponsorengelder fließen unter anderem deshalb, weil die Marke „Best League in the World“ Emotionen verkauft. Emotionen, die der VAR laut Umfrage im Keim erstickt.

Die Liga kündigte weitere Verbesserungen an: kürzere Überprüfungsfenster, mehr Transparenz in den Stadien, neue Audio-Kommentare für das Heimkino. Doch bei den Fans kommt das wie ein Pflaster auf ein offenes Bein an. „Wir haben den VAR jetzt lange genug erlebt, um zu wissen, dass er das Spiel nicht besser macht“, sagt Concannin. „Er macht es nur langsamer.“

Mit jedem angezeigten Elfmeter, jeder zurückgenommenen Jubelpose wächst der Druck. Die Premier League kann sich weitere Fan-Proteste nicht leisten – weder auf den Rängen noch in den sozialen Netzwerken. Der Countdown läuft: Noch 34 Spieltage, dann entscheidet sich, ob die Liga ihren digitalen Schiedsrichter neu erfindet oder ihn opfert, um das Herz ihrer Anhänger zurückzugewinnen.