Belotti steigt auf: cagliari schickt den gallo gegen sassuolo in den klassenkampf

Der Knie-Trümmer ist Geschichte, der Gallo kehrt zurück. Andrea Belotti, 34 Tage nach seinem Kreuzbandriss, trainierte gestern erstmals wieder voll mit der Cagliari-Gruppe und fordert von Trainer Fabio Pisacane die Startelf-Option für das Kellerduell am 30. März gegen Sassuolo.

Elf punkte vorsprung verspielt – nur drei trennen cagliari jetzt vom abstieg

Zwischen Hoffen und Hoffnungslosigkeit liegen zwei Monate. Am 1. Februar hatte Cagliari noch 11 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Heute sind es nur noch drei. Die Bilanz seit dem 4:0-Sieg in Verona liest sich wie ein Horror-Skript: sechs Niederlagen, zwei Remis, drei Tore. Kein Serie-A-Klub sammelte weniger Zähler.

Die Zahlen sind gnadenlos: 0,25 Punkte pro Spiel, ein Tor alle 270 Minuten, eine erwartete Torausbeute von 4,1 – unterste Schublade. Pisacane probierte drei Systeme, rotierte 19 Feldspieler, doch nichts half. Das kollektive Selbstvertrauen schmolz beim 1:0 gegen Napoli in der 93. Minute endgültig dahin.

Belotti will der funke sein – aber reicht ein halber gallo?

Belotti will der funke sein – aber reicht ein halber gallo?

Sein letztes Pflichtspiel datiert vom 27. September. Seitdem fehlten 154 Tage, 18 Liga-Spiele, neun Tore. Die medizinische Abteilung meldet: „Volle Belastung möglich, Sprungkraft auf 86 Prozent.“ Für die Kabine ist er trotzdem der Messias. „Wenn er hereinkommt, glauben alle an die Wende“, sagte Capitano Leonardo Pavoletti nach dem Training.

Pisacane muss nun kaltern: 4-2-3-1 mit Belotti allein vorne oder doch 3-5-2 mit Pavoletti als Target-Man? Die Analysten raten zur Eile: Sassuolo kassierte in den letzten fünf Auswärtsspielen zwölf Gegentore, der tiefe Gaumen zwischen den Innenverteidigern ist offen. Belottis Bewegung im Halbraum könnte die Lücke füllen – wenn seine Knie-Sehne mitmacht.

Die Saison wird in den nächsten zehn Tagen entschieden: Sassuolo (H), Cremonese (H), Frosinone (A). Drei direkte Konkurrenten. Neun Punkte, die über Serie-A oder Serie B entscheiden. „Wir haben keine Zeit mehr für Experimente“, sagte Sportdirektor Pierpaolo Marino. Der Gallo schreit bereits aus dem Käfig. Ob er noch beißen kann, zeigt Ostermontag.