Portugiesischer fußball-taktiker: vom aufstiegskünstler zum pokalsieger

Luís Miguel Correia Pinto, ein Name, der in Portugal immer mehr Gewicht hat. Der 35-Jährige hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Karriere hingelegt – von den unteren Ligen bis hin zum Gewinn des portugiesischen Ligapokals. Doch er wehrt sich gegen die Etikette des „Aufstiegskünstlers“. Er sieht seine Entwicklung als einen „viel nachhaltigeren Aufstieg“.

Der einfluss von mourinho prägte seine frühe begeisterung

Die Inspiration kam früh, als Pinto noch aktiver Fußballer war. Der fulminante Aufstieg von José Mourinho mit Porto, die Champions-League- und UEFA-Cup-Siege veränderten die portugiesische Fußballlandschaft und weckten in Pinto die Ambition, selbst Trainer zu werden. „Ich war Spieler und begann, mich für das Trainergeschäft zu interessieren, beeinflusst von Mourinho“, erinnert er sich.

Parallel zu seinem Studium und dem aktiven Fußballspielen sammelte er erste Erfahrungen im Jugendbereich. Mit 23 Jahren folgte der Sprung als Co-Trainer zum Trofense in der zweiten portugiesischen Liga – ein Wendepunkt, der ihn endgültig vom Spieler- zum Trainerleben führte. Fünf Saisons als „rechte Hand“ bei Trofense und Uniao de Leiria folgten, bevor ihm 2018 die Chance zum Sprung ins kalte Wasser geboten wurde.

“Ich war 29 Jahre alt, aber hatte bereits acht Jahre Erfahrung im Profifußball, die mir wertvolle Lehren und die Reife vermittelten, um Werte und Grundlagen für später zu legen“, so Pinto über diese wichtige Phase seiner Entwicklung.

Von der vierten liga zum ligapokalsieg

Von der vierten liga zum ligapokalsieg

Die Reise war steinig, aber stetig. Stationen wie Mirandela, Felgueiras, Real Massamá und Lusitania Lourosa dienten als Sprungbrett. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement bei Leça (2021-22), wo er mit einer Mannschaft aus der vierten Liga sensationell zwei Teams aus der „Primeira Liga“ (Arouca und Gil Vicente) im Pokal ausschaltete. Das Erreichen des Viertelfinales gegen Sporting, trotz des 0:4-Schlags, zeugt von seiner Fähigkeit, aus einer schwierigen Situation das Beste zu machen.

Die Saison 2023-24 war dann ein Durchbruch, als AD Fafe ihm die Tür zur dritten Liga öffnete. „Eine fantastische Saison, geprägt von Konstanz, die uns den Sprung in den Profifußball ermöglichte“, so Pinto.

Der Aufstieg in die zweite Liga mit Tondela in der Saison 2024-25 krönte seine bisherige Arbeit. „Wir wurden Meister, dank einer starken Vereinsphilosophie und einer soliden Struktur. Es gab Spieler mit viel Charakter im Team, die im Alltag eine entscheidende Rolle spielten.“

Pokalsieg mit vitória guimarães und die überraschende entlassung

Pokalsieg mit vitória guimarães und die überraschende entlassung

Der Coup gelang ihm dann mit Vitória Guimarães. Trotz zahlreicher Transfers und personeller Veränderungen gelang es ihm, die Mannschaft zu stabilisieren und im Ligapokal gegen Braga (2:1) einen überraschenden Sieg zu erringen – das erste seit 13 Jahren für den Verein. „Was uns ermöglichte, Oporto, Sporting und Braga zu besiegen und den Taça de la Liga zu gewinnen, war unsere Fähigkeit, immer das Positive zu sehen und Lösungen zu finden“, erklärt Pinto.

Der Pokalsieg, ein historischer Moment für Vitória, endete jedoch abrupt mit seiner Entlassung nur zwei Monate später. „In Portugal ändert sich die Kultur glücklicherweise langsam. Teams wie Famalicao, Gil Vicente, Moreirense und Arouca haben gezeigt, dass man auch in schwierigen Zeiten an einem Trainer festhalten kann und am Ende eine fantastische Saison spielt. Daher kam meine Entlassung, wenn ich die Zahlen sehe und wie die Saison geendet hat, für mich überraschend.“

Die zukunft: die spanische liga im visier

Die zukunft: die spanische liga im visier

Pinto blickt nun nach vorn. Er hat bereits begonnen, andere Ligen zu beobachten und zeigt besonderes Interesse an Spanien. „Ich war in Spanien, um Spiele zu sehen. Es ist eine Liga, die mich sehr anspricht“, so der Portugiese. „Die spanische Liga ist voller großartiger Spieler, voller Stadien und einer fantastischen Atmosphäre. Die Idee, eines Tages in Spanien zu arbeiten, reizt mich sehr.“

Seine Philosophie ist klar: „Ich möchte, dass meine Mannschaften mit klaren Absichten angreifen, die Räume erkennen und nutzen und, falls sie nicht existieren, wissen, wie man sie kreiert. Offensiv möchte ich immer mit Absicht spielen und defensiv die Fähigkeit zur Pressing haben.“ Obwohl ihm das Angriffsspiel mehr Freude bereitet, ist er sich bewusst, dass eine solide Defensive der Schlüssel zum Erfolg ist. Die Zukunft wird zeigen, ob Luís Miguel Correia Pinto seinen Weg in die spanische Liga findet – ein weiteres Kapitel in der bemerkenswerten Geschichte eines portugiesischen Fußball-Taktikers, der sich vom Aufstiegskünstler zum Pokalsieger entwickelt hat.

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