Popp: tränen, abschied und ein letztes aufbäumen

Ein Pokalfinale, das schmerzt. Alexandra Popp, die unumstrittene Kapitänin des VfL Wolfsburg, brach nach der 0:4-Klatschen gegen den FC Bayern in Tränen aus – ein emotionaler Abschied nach 14 Jahren in Wolfsburg, der nun in Dortmund fortgesetzt wird.

Die bittere erkenntnis nach dem verlorenen finale

Die bittere erkenntnis nach dem verlorenen finale

Die Bilder sprachen Bände: Popp, überwältigt von Enttäuschung und dem nahenden Ende ihrer Karriere im Wolfsburger Trikot, ließ Tränen fließen. Doch die Niederlage, so schmerzhaft sie auch war, trübte nicht ihren Blick nach vorne. „Wir werden feiern, trotz allem, auch gut feiern“, kündigte sie an, während die Vorfreude auf die Abschiedsparty langsam in ihr aufstieg. Ein letztes Glas anstoßen, bevor sie als Spielerin in die dritte Liga zu Borussia Dortmund wechselt – ein ungewohnter Schritt für eine Sportlerin ihres Kalibers.

Besonders bewegend war der Moment, als sie im TV-Interview auf ihren 2022 verstorbenen Vater angesprochen wurde. „Leider konnte ich ihn nicht beschenken“, sagte Popp mit brüchiger Stimme. „Gleichzeitig wird er auch sehr, sehr stolz sein, dass ich mit 13 Pokalsiegen hier einen Abgang mache.“ Eine Würdigung ihres Vaters, der ihr stets ein Fels in der Brandung war, inmitten des sportlichen Niederschlags.

Popp zeigte sich dennoch ehrlich in ihrer Analyse des Spiels. „Alle hatten uns abgeschrieben, am Ende werden wir Vizemeister und standen im Pokalfinale. Und man muss auch neidlos anerkennen, dass die Bayern uns überholt haben.“ Die Dominanz des FC Bayern ist unbestreitbar, und Popp räumte ein, dass der VfL „qualitativ nicht ebenbürtig“ war. Eine nüchterne Einschätzung, die den sportlichen Realitäten Rechnung trägt.

Klara Bühl vom FC Bayern würdigte Popps Karriere: „Poppi kann unheimlich stolz auf ihre Karriere sein. Sie hat den Frauenfußball nach vorn gebracht und dem deutschen Fußball die Mentalität eingeimpft, die man für Erfolge braucht.“ Ein wohlmeinender Kommentar, der die Bedeutung Popps für den deutschen Fußball unterstreicht. Ob ein Wiedersehen in der Bundesliga in „zwei, drei Jahren“ möglich ist, ließ Popp mit einem Lächeln offen. Die Zukunft wird es zeigen.

Alexandra Popp verlässt Wolfsburg als Rekordsiegerin und eine Legende des deutschen Frauenfußballs. Ihr Wechsel nach Dortmund mag überraschen, doch ihre Leidenschaft für den Sport und ihr unermüdlicher Wille werden auch in der dritten Liga für Furore sorgen. Der Abschied von Wolfsburg ist schmerzhaft, aber Popp blickt entschlossen nach vorne – ein letztes Aufbäumen, bevor ein neues Kapitel beginnt.