Handball-dynastie: vater und sohn erobern die 3. liga!
Delitzsch und Aue – zwei Handball-Hochburgen, zwei Familien, die das Handball-Herz Deutschlands im Sturm erobern. Die Jungandreas sind der Beweis: Talent und Leidenschaft für den Ballsport werden offenbar vererbt. Während Vater Uwe Jungandreas mit dem ambitionierten EHV Aue auf dem Weg in die 2. Bundesliga ist, feiert sein Sohn Jan gerade den Aufstieg mit NHV Concordia Delitzsch in die 3. Liga – eine Generationen-Saga, die Handball-Fans gleichermaßen begeistert und zum Staunen bringt.
Der apfel fällt nicht weit vom stamm: ein handball-instinkt
Uwe Jungandreas, ein Name, der in der Handball-Szene für Respekt steht. Seine Trainerkarriere beim SC DHfK Leipzig, SC Magdeburg und Dessau-Roßlauer HV ist legendär. Doch nun teilt er sich die Trainerbühne mit seinem Sohn Jan. „Handball ist sein Leben, das war schon als Kind so“, schwärmt der stolze Vater. Jan Jungandreas, der den Aufstieg mit Delitzsch gerade gefeiert hat, verrät: „In den ersten Jahren habe ich viel von ihm wissen wollen, was Training und Mannschaftsführung betrifft. Da habe ich schon versucht, viel von ihm aufzusaugen und dann trotzdem meine eigenen Ansichten mit reinzubringen.“
Die Kommunikation zwischen Vater und Sohn ist eng, aber keineswegs eine bloße Nachahmung. „Ich rufe ihn an und wir tauschen uns aus, um für meine Mannschaft etwas rauszuziehen“, erklärt Jan. Uwe Jungandreas ergänzt: „Er macht viel für den Nachwuchs und ist gleichzeitig mit der 1. Mannschaft aufgestiegen. Es macht mich stolz, was der Verein und er mit viel Beharrlichkeit erreicht haben.“

Ein duell auf augenhöhe?
Sollte Aue nicht den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen, kommt es in der nächsten Saison möglicherweise zu einem brisanten Punktspiel-Duell zwischen Vater und Sohn. Uwe Jungandreas grinst verschmitzt: „Ich werde alles daran setzen, um das zu verhindern. Aber nicht, weil ich nicht gegen ihn spielen will, sondern weil ich alles dafür tue, damit wir auch aufsteigen.“ Jan Jungandreas kontert lachend: „Es ist bewundernswert, was er da in Aue geschafft hat. Aber ich würde mir natürlich wünschen, dass wir nächste Saison gegeneinander spielen. Das wäre eine tolle Sache, mal gegen meinen Papa Kontrahent zu sein.“
Doch nicht alle Familienmitglieder teilen diese Begeisterung. Ute Jungandreas, die Mutter, scheint den sportlichen Wettbewerb zwischen den beiden Männern weniger enthusiastisch zu verfolgen. „Wie das manchmal so ist, gibt es ein ganz besonderes Mutter-Sohn-Verhältnis. Wahrscheinlich will sie sich den Stress nicht antun“, scherzt Uwe Jungandreas. Und fügt augenzwinkernd hinzu: „Wenn es dazu käme, würde sie dem Sohn bestimmt mehr die Daumen drücken, weil sie sagt, der Alte hat schon genug gewonnen.“
Die Handball-Familie Jungandreas beweist: Leidenschaft, Talent und eine Prise Familienstreit können zu außergewöhnlichen Erfolgen führen. Ob Vater und Sohn sich in der Zukunft auf dem Feld gegenüberstehen oder ihre jeweiligen Vereine gemeinsam in höhere Ligen führen – eines ist sicher: Die Handball-Welt hat noch lange nichts von der Jungandreas-Dynastie gesehen.
