Winterspiele mailand/cortina: dosb-chef weikert verteidigt ioc-entscheidung

Streit um die ausrichtung der winterspiele 2026

Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat sich hinter die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gestellt, die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo auszutragen. Er widersprach damit scharfen Kritik von Wolfgang Maier, dem Alpinchef des Deutschen Skiverbands (DSV). Die Debatte dreht sich um die große räumliche Verteilung der Wettkampfstätten.

Weikerts entgegenkommen: „aufregung wird sich legen“

Weikerts entgegenkommen: „aufregung wird sich legen“

„Mir ist es auch nicht recht, dass ich von Cortina drei Stunden nach Predazzo brauche. Aber es ist, wie es ist“, erklärte Weikert im Münchner Merkur/tz. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Bedenken hinsichtlich der Entfernungen zwischen den Veranstaltungsorten bald legen würden. Die Organisation der Spiele sei angesichts der klimatischen Veränderungen komplex.

Maier kritisiert „spiele zweiter klasse“

Wolfgang Maier hatte die Winterspiele als „Spiele zweiter Klasse“ bezeichnet, eine Einschätzung, die Weikert „überhaupt nicht“ nachvollziehen kann. Maier bemängelte insbesondere die Zersplitterung der Alpinrennen, bei denen Frauen in Cortina d’Ampezzo und Männer im weit entfernten Bormio antreten werden. Dies führe zu einer erheblichen Belastung für Athleten und Betreuer.

Herausforderungen durch den klimawandel

Weikert argumentierte, dass es in Zukunft immer schwieriger werden werde, einen einzigen Ort zu finden, der die idealen Bedingungen für Winterspiele bietet. „Den einen Ort, der die Traum-Infrastruktur, den Schnee und vorhandene Anlagen hat, den wird es in Zukunft nicht mehr geben“, so der DOSB-Präsident. Der Klimawandel zwinge zu neuen Konzepten.

Ein rollierendes system als mögliche lösung?

Als eine mögliche Lösung für die Zukunft schlug Weikert ein „rollierendes System“ mit festen Ausrichtern vor. Auch Maier zeigte sich offen für diese Idee. Dies könnte die Last auf einzelne Regionen verteilen und die Nachhaltigkeit der Winterspiele erhöhen. Die Spiele von Mailand/Cortina finden vom 6. bis 22. Februar statt und nutzen überwiegend bestehende Anlagen.

Die räumliche ausdehnung der spiele im detail

Die Wettkampfstätten erstrecken sich über eine Fläche von 22.000 Quadratkilometern, von den Dolomiten bis zur Poebene. Dies stellt eine logistische Herausforderung dar, bietet aber auch die Möglichkeit, verschiedene Regionen in die Spiele einzubeziehen. Die Organisation muss sicherstellen, dass Athleten und Zuschauer gleichermaßen gut versorgt sind.

Zusammenfassung der wichtigsten punkte

  • DOSB-Präsident Weikert verteidigt IOC-Entscheidung für Mailand/Cortina.
  • DSV-Alpinchef Maier kritisiert die Zersplitterung der Wettkampfstätten.
  • Der Klimawandel stellt neue Herausforderungen an die Ausrichtung von Winterspielen.
  • Ein rollierendes System mit festen Ausrichtern könnte eine Lösung sein.

Wir hoffen, diese Informationen sind hilfreich. Bei Fragen oder Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!