Var bestätigt: hartbergs kopfballtor war rechtmäßig aberkannt – schmid kocht vor wut

Die Nacht ist kurz, der Frust bleibt. Als Konstantin Schopp in der 78. Minute gegen SK Sturm per Kopf einnickte, glaubten die Hartberger drei Punkte schon zu riechen. Doch Schiedsrichter Isa Simsek ließ den Treffer nicht gelten, der VAR schritt nicht ein – und die Pelkum-Arena explodierte fast. Jetzt bestätigt die Liga: Kein Tor, kein Fehler, kein Eingreifen nötig.

Die szene: schubser, straucheln, tor – und dann nichts

Der Eckball segelt von links hereingebogen, Schopp startet an den zweiten Pfosten, springt hoch und knallt die Kugel unten rechts ein. Doch Simsek pfeift sofort ab. Die Begründung: Schopp habe seinen Gegenspieler mit beiden Händen in den Rücken gestoßen, ihn aus dem Gleichgewicht gebracht und sich so einen klaren Vorteil verschafft. Der VAR prüft, lässt laufen – und bestätigt im Nachhinein: „Keine klare Fehlentscheidung“.

Für Hartberg-Trainer Manfred Schmid ein „Skandal“. Er schlägt mit der Faust auf das Interview-Pult: „Das ist Mikrofon-Pfiff, nicht Fußball-Pfiff. Wenn wir jeden leichten Kontakt pfeifen, können wir den Sport gleich einstellen.“

Warum der var nicht eingriff – und warum schmid trotzdem recht haben könnte

Warum der var nicht eingriff – und warum schmid trotzdem recht haben könnte

Laut offizieller Begründung liegt kein „offensichtlicher Fehler“ vor, weil Simsek die Szene aus wenigen Metern live bewertet hat. Der Slow-Mo-Check zeigt: Schopp berührt den Gegner minimal, dessen Schritt wird nicht unterbrochen, er verliert aber die Orientierung. Ein „weiches“ Foul – aber nach Regelwerk trotzdem eins. Die Ironie: Hätte Simsek weiterspielen lassen, hätte der VAR auch nicht auf Fehler erkannt. Die Entscheidung steht also auf Messers Schneide.

Die Punkteteilung lässt Hartberg auf Rang sieben kleben – zwei Zähler hinter Rapid, drei vor Altach. Die nächsten Gegner: genau diese beiden Klubs. „Wir haben jetzt zwei Finals“, so Schmid. „Und hoffentlich keine Schiedsrichter, die uns wieder einen Treffer wegnehmen.“

Die Liga liefert Zahlen: In dieser Saison wurden erst vier Tore wegen Offensivfouls aberkannt – drei davon nach VAR-Check. Schopps Fall ist der erste, bei dem die Leihgebühr ausbleibt. Die Botschaft ist klar: Hartberg muss weitermachen, der Frust bleibt – und die nächste Ecke kommt bestimmt.