Tuchel-kader: ex-nationalspieler walker schockiert mit kritik!
Die Aufregung um den WM-Kader von Bundestrainer Thomas Tuchel hält an – und wird nun durch die Äußerungen eines prominenten Kritikers noch einmal angeheizt. Kyle Walker, ehemaliger Leistungsträger der englischen Nationalmannschaft, schlägt scharf auf TuchelsEntscheidungen ein und sorgt für zusätzliche Gesprächsstoff im Vorfeld des Turniers.

Foden, alexander-arnold und maguire: wer soll das verstehen?
Walker, der aktuell beim FC Burnley unter Vertrag steht, äußerte sich bei talkSPORT äußerst überrascht über die Nicht-Nominierungen von Phil Foden, Trent Alexander-Arnold und Harry Maguire. „Das ist ein Schock für mich“, begann der Verteidiger. „Ich weiß, wozu Phil auf dem Platz in jedem Moment fähig ist.“ Obwohl Foden in der laufenden Saison zwar zehn Tore erzielte und sieben Vorlagen lieferte, konnte er seiner gewohnten Konstanz nicht ganz gerecht werden. Dennoch hält Walker die Entscheidung für fragwürdig.
Besonders deutlich wurde Walker auch im Hinblick auf Trent Alexander-Arnold, der im Sommer von Liverpool zu Real Madrid gewechselt ist. „Ich finde es schon irgendwie unerhört, wenn man sagt, ein Spieler, der für Real Madrid spielt, kommt nicht in den Kader von England“, betonte er. Die Entscheidung Tuchels, Alexander-Arnold zu Hause zu lassen, kann Walker nicht nachvollziehen. Er kritisierte zudem die oft negative Darstellung des Rechtsverteidigers und hob dessen außergewöhnliche Passstärke und Vorlagenstärke hervor: „Er ist wahrscheinlich der Beste der Welt auf seiner Position.“
Auch die Nicht-Berücksichtigung von Harry Maguire sorgte für Kritik. Walker räumte ein, dass er vor sechs Monaten noch eine Nominierung für möglich gehalten hätte, angesichts der aktuellen Leistungen bei Manchester United sei dies jedoch fraglich. „Vor allem angesichts der Situation in Manchester United hätte man fast gedacht, dass er gute Chancen hätte, in diesen Kader zu kommen.“ Die Erfahrung des Routiniers, der bereits bei den letzten beiden Weltmeisterschaften dabei war, fehle den Three Lions.
Walker appelliert an den Zusammenhalt: Trotz seiner deutlichen Kritik stellte Walker die Autorität Tuchels nicht grundsätzlich in Frage. „Es wird immer Zweifel und Fragezeichen bei allem geben, was ein Trainer tut“, sagte er. Stattdessen forderte er die volle Unterstützung für den Bundestrainer und sein Team. England trifft bei der WM in Gruppe L auf Kroatien, Ghana und Panama. Die Vorbereitungen in den USA mit Testspielen gegen Neuseeland und Costa Rica sollen den letzten Schliff geben.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob Tuchels Entscheidungen sich im Turnier bewahrheiten. Doch eines ist klar: Die Diskussionen um den Kader werden die englische Fußballwelt noch lange begleiten. Die Frage, ob Tuchels Vertrauen in seine ausgewählten Spieler belohnt wird, bleibt vorerst offen.
