Olympia 2036: wüst sieht klare zustimmung in nrw voraus
Düsseldorf – Hendrik Wüst, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, äußert sich äußerst optimistisch bezüglich des Ausgangs der Bürgerbefragung zur möglichen Bewerbung der Region für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Ein deutliches Ja der Bevölkerung könnte den entscheidenden Schub für die ambitionierten Pläne geben.

Die stimmen der bürger zählen
„Nach allem, was ich so wahrnehme, wird die Zustimmung sehr, sehr klar sein“, erklärte Wüst bei einem Termin in Düsseldorf. Er betonte, dass er zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten habe und hob hervor: „Niemand fragt so viele Menschen wie wir.“ Tatsächlich haben seit Mitte März rund vier Millionen Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen Briefwahlunterlagen erhalten, in denen sie darüber entscheiden können, ob ihre Kommune sich an der Bewerbungskampagne beteiligen soll. Die Auszählung erfolgt am kommenden Sonntagabend – ein Termin, der für die Zukunft des Olympischen Sports in der Region von großer Bedeutung ist.
Die bisherige Erfahrung mit Referenden im Sport zeigt, dass die Unterstützung der Bevölkerung eine entscheidende Rolle spielt. So stimmten im vergangenen Herbst bereits 66,4 Prozent der Münchner Bürgerinnen und Bürger für eine Bewerbung ihrer Stadt. Hamburg steht am 31. Mai vor einer ähnlichen Entscheidung, während in Berlin kein Referendum geplant ist, was noch Anpassungen der Konzepte bis Anfang Juni ermöglicht.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September in Baden-Baden über den deutschen Bewerber für das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheiden. Dabei kommt eine komplexe Matrix zum Einsatz, die neben der Bürgerunterstützung auch Faktoren wie internationale Strahlkraft und finanzielle Tragfähigkeit berücksichtigt. Doch letztendlich sind es die Delegierten, die das Zepter in die Hand nehmen und die finale Entscheidung treffen.
Die Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region scheiterte bereits 2021, als eine nicht vom DOSB unterstützte Initiative um die Sommerspiele 2032 buhlt, die dann an Brisbane, Australien, vergeben wurden. Doch dieses Mal scheint die Stimmung anders zu sein, gestärkt durch die breite Beteiligung der Bevölkerung. Es bleibt abzuwarten, ob die aktuelle Bürgerbefragung den entscheidenden Unterschied macht und den Weg für eine erfolgreiche Bewerbung ebnet. Die Spiele 2036 werden wohl nicht vor 2027 vergeben.
n