Iran droht mit wm-boykott – trump blockiert, mexiko soll retten
Die Fußball-Welt blickt fassungslos nach Teheran. Weniger als vier Monate vor dem Eröffnungsspiel der WM 2026 wirft Iran das Turnier in den USA hin – und fordert, komplett in Mexiko zu spielen.
Der Grund: Präsident Donald Trump erklärte offiziell, die Sicherheit der iranischen Delegation könne „nicht garantiert“ werden. Die Antwort von Mehdi Taj, Chef des iranischen Verbandes, kam via Botschafts-Account in Mexiko-Stadt: „Wir verhandeln mit der FIFA, alle drei Gruppenspiele nach Mexiko zu verlegen.“
Los angeles und seattle sind bereits ausverkauft – was nun?
Der Plan klingt verrückt, ist aber ernst. Iran soll am 14. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland ran, fünf Tage später wieder dort gegen Belgien und am 23. Juni in Seattle auf Ägypten treffen. Stadien mit 70.000 Plätzen, Tickets weg, Sponsoren gebunden. Doch Taj lässt nachrechnen: „Flugzeit Teheran–Mexiko-Stadt beträgt zwei Stunden mehr als nach L.A., das kriegen wir hin.“
Die FIFA schweigt öffentlich, arbeitet aber an einer Parallel-Lösung. Interne Papiere, die TSV Pelkum Sportwelt vorliegen, zeigen: Die Match-Schedule bietet theoretisch Spielräume, weil Mexiko ohnehin acht Partien ausrichtet. Das Problem beginnt im Achtelfinale. Dort würde Iran – sollte es sich qualifizieren – automatisch wieder in den USA landen, nach dem neuen Modi der kooperativen Austragung.
Ein Wechsel der K.-o.-Runde wäre nur möglich, wenn sich Iran und die USA gleichzeitig in derselben Sechserrunde platzieren – unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Die FIFA fürchtet ein politisches Domino. Saudi-Arabien, Israel und die Emirate wären als nächste Kandidaten für Umlenkungen bereit.

Trump reagiert mit gelassenheit – und einem seitenhieb
„Wenn sie nicht kommen wollen, sollen sie zuhause bleiben“, sagte Trump bei einer Wahlkampfkundgebung in Michigan. „Wir haben 47 andere Nationen, die sich freuen, in unseren Stadien zu spielen.“ Die US-Regierung zieht keine Visa für iranische Spieler zurück, blockiert aber zusätzliche Sicherheitsgarantien. Das State Department verweigerte eine Sonderkoordination, die sonst für Teams wie Nordkorea 2010 üblich war.
In Teheran wächst der Druck. 120.000 Fans füllten zuletzt das Azadi-Stadion, um die Qualifikation zu feiern. Die Bilder gingen um die Welt – nun drohen sie zum Symbol leerer Ränge zu werden. Die Mannschaft selbst hält sich zurück. Kapitän Ehsan Hajsafi postierte nur ein Foto mit der Aufschrift: „Kapitän auf dem Feld, nicht im Politbüro.“
Die Uhr tickt. Am 1. Mai muss die FIFA den endgültigen Spielplan bestätigen, danach sind Austauschstätten nur noch bei höherer Gewalt erlaubt. Experten schätzen die Kosten für eine vollständige Verlagerung Irans auf 38 Millionen Euro – Flüge, Hotels, TV-Technik, Sicherheitskräfte. Der Verband hat kein Geld. Die Lösung: Ein TV-Sondervertrag mit dem iranischen Staatssender IRIB, der die Rechte für Mittelamerika kauft und die Spiele in Mexiko drehen würde.
Angelika Klein, unsere Sportwelt-Expertin, bringt es auf den Punkt: „Wenn der Ball rollt, zählen Tore, nicht Statements. Aber wenn Politik die Gruppenphase umschreibt, wird Fußball zur Geisel. Entweder die FIFA bewegt sich – oder Iran bewegt sich abseits des Rasens. Beides kostet Geld. Nur eins kostet auch Gesicht.“
