Hoffenheim setzt auf zukunft: avdullahu und hajdari verlängern vorzeitig!

Überraschung in der Bundesliga: TSG Hoffenheim bindet Leon Avdullahu und Albian Hajdari langfristig an sich. Beide Spieler, erst im Sommer gekommen, sollen den Grundstein für die Zukunft des Klubs legen – eine Entscheidung, die vor allem angesichts der jüngsten Enttäuschung im WM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei für Aufsehen sorgt.

Kosovaren zeigen kampfgeist – und hoffenheim belohnt sie

Die Bitternis der verpassten WM-Teilnahme saß bei Fisnik Asllani, Albian Hajdari und Leon Avdullahu tief. Der Traum von der ersten WM-Teilnahme des Kosovo platzte im brisanten Duell gegen die Türkei. Avdullahu, der aufgrund einer Verletzung zusehen musste, und Hajdari hatten zuvor gemeinsam mit Asllani für Aufsehen in der Nationalmannschaft gesorgt. Ihre Entscheidung, für den Kosovo anstelle der Schweiz zu spielen, wurde nun offenbar mit einer langfristigen Perspektive bei der TSG belohnt.

Nach kicker-Informationen stehen die Verträge von Avdullahu und Hajdari vor einer vorzeitigen Verlängerung, die die beiden Profis bis 2030 an die TSG bindet. Ein ungewöhnlicher Schritt, wenn man bedenkt, dass sie erst zu Beginn der Saison gewechselt sind. Sportgeschäftsführer Andreas Schicker hatte Avdullahu nach seinem Kreuzbandriss geholt und Hajdari schnell nachgeholt – eine Entscheidung, die sich nun auszahlen scheint.

Gehaltserhöhungen und steigende marktwert

Gehaltserhöhungen und steigende marktwert

Die Vertragsverlängerungen sind nicht nur eine Anerkennung der Leistungen der beiden Kosovo-Nationalspieler in dieser Saison, sondern gehen auch mit einer spürbaren Gehaltserhöhung einher. Avdullahu, der auf der Sechs zu einem Schlüsselspieler im Team von Trainer Christian Ilzer aufgestiegen ist, wird derzeit auf einen Marktwert von 25 Millionen Euro taxiert – eine deutliche Steigerung gegenüber seinen acht Millionen Euro Ablöse aus Basel. Hajdari, der die Defensive der TSG maßgeblich stabilisiert hat, hat seinen Marktwert ebenfalls auf rund 20 Millionen Euro verdoppelt.

Hoffenheim signalisiert mit diesen Personalentscheidungen, dass man den Kern der aktuellen Mannschaft zusammenhalten möchte und setzt auf eine erfolgreiche Zukunft mit Avdullahu und Hajdari. Doch es gibt auch einen strategischen Aspekt: Mit diesen Verträgen werden mögliche Abwerbungsversuche anderer Vereine, darunter auch Klubs der Bundesliga-Spitze, erschwert. Ein lukrativer Abgang von Fisnik Asllani, der bereits seit einiger Zeit als möglicher Kandidat für einen Wechsel gehandelt wird, könnte die TSG hingegen mit einer Ausstiegsklausel in Höhe von rund 30 Millionen Euro füllern.

Während der Verein im Sommer nennenswerte Transfererlöse erzielen muss, scheinen Avdullahu und Hajdari nicht dazu zu gehören. Stattdessen verstärkt die Verpflichtung von Alessandro Vogt (2,7 Mio. aus St. Gallen) als neuem Stürmer den Kader und nimmt einem möglichen Asllani-Abgang die Schärfe. Der Verbleib von Andrej Kramaric scheint sich ebenfalls abzuzeichnen – ein weiteres Zeichen dafür, dass Hoffenheim auf Kontinuität setzt. Der Verein scheint entschlossen, diese vielversprechende Truppe zu bewahren und weiterzuentwickeln.