Leipzig-duell: kann union berlin nach wolfsburg-pleite überraschen?
Berlin atmet auf – zumindest ein wenig. Nach der knappen 1:2-Niederlage gegen Wolfsburg hat Union Berlin zwar erneut Punkte liegen lassen, doch Interimstrainerin Marie-Louise Eta sieht durchaus Anzeichen für eine Trendwende. Am Freitag steht nun die schwere Auswärtspartie gegen das formstarke RB Leipzig an, ein Test für die Nerven und die Entschlossenheit der Eisernen.
Die wolfsburg-bilanz: licht und schatten
Die Partie gegen Wolfsburg offenbarte einmal mehr die Stärken und Schwächen der Berliner Mannschaft. Trotz der Niederlage, so Eta, gab es „viele positive Aspekte“ und „einen guten Schritt in die richtige Richtung“. Die Mannschaft erspielte sich durchaus gefährliche Torchancen, allerdings fehlte es am Ende an der nötigen Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Ein Problem, das bereits in der Vergangenheit immer wieder aufgetreten ist und nun konsequent in der Analyse bearbeitet wird.
Das Problem: Chancenverwertung. Eta betonte, dass die Mannschaft nicht nur an Torabschlüssen, sondern auch an der Entwicklung von Lösungen im letzten Drittel gearbeitet habe. „Es ist gut, dass wir dahin gekommen sind. Das andere kommt dann mit der letzten Entschlossenheit und Überzeugung.“ Die Spielerinnen und Spieler müssen lernen, in entscheidenden Situationen den Druck auszuhalten und ihre Chancen eiskalt zu verwerten.

Leipzig: eine neue herausforderung
Die Aufgabe gegen Leipzig gestaltet sich für Union Berlin alles andere als einfach. Die Sachsen haben sich in den letzten Spielen in eine beeindruckende Form gespielt und präsentieren sich mit vier Siegen in Folge in Topform. „Sie haben einen klaren Plan mit und gegen den Ball. Gerade in den Umschaltphasen sind sie sehr gefährlich, haben viel Qualität in der Offensive“, so Eta, die ihre Mannschaft auf eine intensive Defensivarbeit einstellt.
Verletzungsbedingt müssen die Berlinerinnen und Berliner am Freitag ohne Matheo Raab, Woo-Yeong Jeong und David Preu auskommen. Der Abstand zum Relegationsrang beträgt zwar sechs Punkte, das Torverhältnis ist jedoch besser als das von St. Pauli. „Es gab schon schwierigere Situationen“, relativiert Eta die Lage. „Sieben Teams stehen noch hinter uns. Dennoch wollen wir schauen, dass wir unsere Leistung auf den Platz bringen und uns verbessern.“
Die Hoffnung ruht nun auf einem Punktgewinn beim gefürchteten Gegner aus Leipzig. Ein Sieg wäre nicht nur ein moralischer Schub, sondern würde auch zeigen, dass die Mannschaft aus den jüngsten Fehlern gelernt hat und bereit ist, den Kampf um den Klassenerhalt bis zum Schluss aufzunehmen. Der Fokus liegt auf der Entschlossenheit: Nur so kann Union Berlin in Leipzig bestehen.
