Embolo-visa-drama gelöst: stürmer kann doch zur wm nach amerika reisen!
Atemberaubende Wendung im Vorfeld der WM: Breel Embolo darf doch noch zu seinem Team in die USA nachreisen. Zwei Tage vor dem geplanten Abflug sorgte ein komplizierter Visumsprozess für helle Aufregung, doch nun hat sich die Situation entspannt – ein Glücksfall für die Nati und den Stürmer selbst.

Zweieinhalb stunden der ungewissheit vor dem abflug
Der Schweizer Fußballverband (SFV) bestätigte am Donnerstagabend erleichtert, dass das Visum für Embolo nun genehmigt wurde. Der Abschied von der Mannschaft in Europa verzögerte sich um zwei Tage. Die Reise des restlichen WM-Kaders hatte bereits am Dienstag ohne den Angreifer stattgefunden. Ursprünglich schien alles im grünen Bereich: Die elektronische Reisegenehmigung (ESTA) war zwar bis Dienstagmorgen bewilligt, doch dann folgte der Schock: „Zweieinhalb Stunden vor dem Abflug erhielten wir die Mitteilung, dass für sein ESTA zusätzliche Abklärungen erforderlich seien.“
Konkrete Nachfrage nach alten Gerichtsakten Die US-Botschaft in Bern forderte demnach die Vorlage von Gerichtsdokumenten im Zusammenhang mit einer Drohung aus dem Jahr 2018. Ein abgeschlossenes Urteil, das dieses Frühjahr rechtskräftig wurde, stand im Fokus. Es ging dabei um die Frage, ob physische Gewalt im Spiel gewesen war – was glücklicherweise nicht der Fall war. Diese ungewöhnliche Anfrage verlangte vom SFV einiges an Bürokratie und Nervenarbeit.
Embolo, der bei Stade Rennes unter Vertrag steht und in seiner Karriere bereits für Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach spielte, ist unter Trainer Murat Yakin als Stammspieler vorgesehen. Sein Fehlen im Abschlusstraining vor dem WM-Generalprobe gegen Australien am Samstag in San Diego ist daher bedauerlich. Ob er überhaupt im Kader für das Testspiel stehen wird, ist fraglich.
Die Schweiz trifft in der Gruppe B der WM auf Katar, Kanada und Bosnien-Herzegowina. Die Nati hofft nun, dass Embolos späte Anreise keinen negativen Einfluss auf die Vorbereitung und den Spielrhythmus hat. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich der Angreifer in die Mannschaft integrieren wird und ob er seine Form schnell wiederfindet. Doch eines ist klar: Mit Embolo im Kader sind die Schweizer im WM-Kampf umso stärker.
