Wm-einfluss: völler wehrt politische einmischung ab
Winston-Salem – Der DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat sich in die harsche Kritik an politischen Einflussnahme auf die WM-Teilnehmer geäußert. Während er sich grundsätzlich zu politischen Fragen äußern würde, betonte er deutlich, dass die deutsche Mannschaft von solchen Belangen ferngehalten werden müsse. Ein Vorgeschmack auf die Brisanz folgte bereits vor dem deutschen Gruppenspiel gegen Curacao.
Die usa stellen reisegesuche auf den prüfstand
Der Fall Omar Artan, dem besten Schiedsrichter Afrikas, dessen Einreise in die USA verweigert wurde, sorgte bereits für Irritationen. Auch Teile der iranischen Delegation wurden am Flughafen Miami abgewiesen. Die kurzfristige Entziehung zugewiesener Eintrittskarten für iranische Fans schraubte die Spannung weiter in die Höhe. Völler zeigte sich sichtlich beunruhigt: „Ich hätte das gerne anders gehabt. Das ist nicht schön zu sehen.“
Die USA setzen offenbar ihre eigenen politischen Prioritäten durch, was den internationalen Fußballverband vor ungewohnte Herausforderungen stellt. Die Konsequenzen für den Verlauf der WM sind noch nicht abzusehen.

Fokus auf den sport: völler setzt auf kontinuität
„Wir sind für solche Probleme die falschen Ansprechpartner“, erklärte Völler entschieden. Nach den Erfahrungen in Katar, wo politische Kontroversen die WM überschatteten, gilt es nun, die Mannschaft vor unnötigem Ballast zu bewahren. „Wir konzentrieren uns darauf, eine gute WM zu spielen, den Rest wird man sehen“, so der Weltmeister von 1990.
Es geht um mehr als nur Fußball. Es geht darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Spieler ihr Bestes geben können, ohne durch politische Spannungen abgelenkt zu werden. Die DFB-Führung scheint entschlossen, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und einen klaren Rahmen für das deutsche Team zu schaffen. Die Augen sind auf Houston gerichtet, wo am morgigen Tag das erste Gruppenspiel auf die deutsche Mannschaft wartet.
