Aia-krise abgewendet: gravina feiert, liga denkt neu über spielpläne nach
Rom – Ein Aufatmen in der italienischen Fußballwelt: Das vorläufige Ausscheiden eines möglichen Zwangsverwalters für den italienischen Schiedsrichterverband (AIA) ist abgewendet worden. Der italienische Verband, FIGC, hat nach einem negativen Gutachten des Sportgerichtshofs des CONI entschieden, dass die derzeitige Führung der AIA ihre Arbeit fortsetzen wird. Ein neuer Präsident wird frühestens nach der Saison erwartet.
Massini übernimmt nominelle führung
Vizepräsident Francesco Massini wird vorübergehend die technischen Ernennungen verantworten, bis ein Nachfolger für den suspendierten Zappi gefunden ist. Die Entscheidung fiel während des jüngsten Bundesrates, bei dem auch der Jahresabschluss 2023 genehmigt wurde – ein Ergebnis mit einem positiven Saldo von 145.768 Euro. Die Erleichterung war bei Präsident Gabriele Gravina deutlich spürbar, der die Entscheidung mit großem Applaus quittiert wurde.
Gravina betonte in seiner Ansprache, dass der Verband keine „neue Reputation“ benötige, da die bisherige Arbeit „viel tiefer“ liege als oft dargestellt. Die Früchte dieser Arbeit würden sich bald zeigen. Ein klarer Seitenhieb auf Kritiker, die eine Intervention des Staates gefordert hatten.

Liga denkt über spielpläne nach – derby-sicherheit im fokus
Parallel dazu deutete Liga-Präsident Ezio Maria Simonelli an, dass die Spielpläne für die Zukunft möglicherweise angepasst werden müssen. Besonders bei gleichzeitig stattfindenden Spielen, wie dem Mailänder Derby, solle man die Spielzeiten sorgfältiger wählen. „Vielleicht ist es nicht ratsam, dass so sensible Partien die Zeiten aller anderen Spiele beeinflussen“, so Simonelli. Er schloss zudem eine Austragung des Derbys am Abend aus, um Risiken zu minimieren.
Auch die jüngsten Kontakte zwischen Juventus-Kapitän Locatelli und Ultras wurden angesprochen. Simonelli wies darauf hin, dass es bereits Regeln gebe, die das Gespräch von Fußballspielern mit Ultras unter Strafe stellten. Locatellis Auftritt sei vermutlich auf Anweisung der Behörden erfolgt, um die öffentliche Ordnung zu wahren. „Ein Fußballspieler darf Fans grüßen, aber nicht selektiv mit einer Gruppe sprechen, da dies andere Fans beleidigen könnte.“
Die Entscheidung, den Zwangsverwalter abzuwenden, und die Diskussion um die Spielpläne zeigen, dass die italienische Fußballwelt vor großen Herausforderungen steht. Doch mit der aktuellen Führung und einer neuen Strategie scheint der Verband gewappnet zu sein, um diese zu meistern. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die neuen Pläne greifen und die Stabilität des italienischen Fußballs gewährleisten können.
