Wm-quartier: iran wechselt nach mexiko – visaprobleme in den usa!

Schock für den iranischen Fußball: Nur noch knapp drei Wochen vor dem WM-Anpfiff muss Team Melli sein Trainingslager verlegen. Die USA scheiden als Austragungsort aus, stattdessen heißt es ab sofort: Tijuana, Mexiko. Ein diplomatischer Imageschaden und ein logistischer Kraftakt für den iranischen Verband.

Warum die usa plötzlich keine option mehr sind

Warum die usa plötzlich keine option mehr sind

Die Ursache für diesen überraschenden Wechsel liegt in anhaltenden Visaproblemen, wie der iranische Verbandspräsident Mehdi Taj in einem Video über seinen Telegram-Kanal bekannt gab. Gespräche mit der FIFA erwiesen sich glücklicherweise als erfolgreich, sodass der Antrag auf Standortwechsel genehmigt wurde. „Dank der Gespräche mit FIFA-Vertretern wurde unser Antrag, aufgrund von Visaproblemen von den USA nach Mexiko zu wechseln, glücklicherweise genehmigt. Wir werden in Tijuana, nahe dem Pazifik, unser Trainingslager aufschlagen“, so Taj.

Zuvor war Tucson im US-Bundesstaat Arizona als Standort vorgesehen. Doch die geopolitische Lage – der Konflikt zwischen dem Iran und den USA, der sich seit Ende Februar zuspitzt – hatte die Entscheidung für ein Trainingslager in den USA ohnehin auf eine harte Probe gestellt. Die Diskussionen darüber, ob die Teilnahme der Nationalmannschaft unter diesen Umständen überhaupt möglich sei, waren laut.

Ein strategischer Schachzug oder eine Notlösung? Die Verlegung nach Tijuana, einer Stadt in der Nähe der mexikanischen Grenze, wird von einigen Beobachtern als strategischer Schachzug gewertet, um die Reisezeit zu minimieren und die Vorbereitungen auf die WM zu optimieren. Andere sehen darin vor allem eine Notlösung angesichts der verkomplizierten Visa-Situation.

Die iranische Auswahl trifft in Gruppe G auf Neuseeland, Belgien und Ägypten und soll ihr erstes Spiel am 15. Juni in Los Angeles bestreiten – ein Spiel, das nun unter einem anderen Stern stattfinden wird, denn die Anreise und Vorbereitung werden sicher nicht mehr wie geplant verlaufen. Die Frage, ob dieser kurzfristige Umzug die Vorbereitung des Teams beeinträchtigen wird, bleibt vorerst offen.

Die FIFA hat sich zu der Angelegenheit bislang nicht offiziell geäußert. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Vorfall weitere Auswirkungen auf die WM-Vorbereitungen anderer Nationen haben wird. Das Turnier droht, von politischen Spannungen überschattet zu werden, anstatt von sportlicher Höchstleistung.