Pokal-pleite für friedrichshafen: lüneburg schreibt geschichte

Die Volleyball-Träume des VfB Friedrichshafen sind im DVV-Pokalfinale geplatzt. In einer dramatischen Partie unterlag der Rekordpokalsieger der SVG Lüneburg mit 2:3 und verpasste den 18. Titel. Lüneburg hingegen feiert den ersten großen Triumph der Vereinsgeschichte.

Das finale comeback reichte nicht aus

Das finale comeback reichte nicht aus

Die SAP Arena in Mannheim war mit über 12.000 Zuschauern ausverkauft, als die beiden Volleyball-Schwergewichte aufeinandertrafen. Früheren Duelle gingen stets an Friedrichshafen, doch Lüneburg zeigte von Beginn an, dass sie eine ernstzunehmende Gegnerin sind. Der erste Satz ging knapp mit 25:27 an die Niedersachsen, ein Weckruf für die Bodensee-Volleyballe.

Friedrichshafen fand besser ins Spiel und glich durch eine starke Blockleistung aus (25:21). Doch Lüneburg konterte im dritten Satz mit einer dominanten Vorstellung und setzte sich mit 16:25 durch. Es zeichnete sich ab, dass an diesem Abend Nervenstärke und Konstanz entscheidend sein würden.

Der vierte Satz war ein Krimi. Friedrichshafen kämpfte verbissen und zwang Lüneburg in den Tie-Break (25:21). Im Entscheidungssatz jedoch erwischten die Häfler den schlechteren Start und gerieten schnell in Rückstand. Lüneburg spielte abgezockt und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Mit 15:8 besiegelten sie das Finale und sorgten für Ekstase in den eigenen Reihen.

Louis Kunstmann vom VfB gestand nach der Partie: „Wir haben den Start im fünften Satz verpasst. Woran das liegt, weiß ich nicht.“ Das Fazit ist bitter: Nach dreijähriger Durststrecke bleibt der Titel erneut verwehrt. Die Lüneburger hingegen schreiben Vereinsgeschichte und zeigen, dass sie zu den Top-Teams Deutschlands gehören.

Die Niederlage ist ein Rückschlag für Friedrichshafen, der sich in dieser Saison wieder ganz oben etablieren wollte. Doch die Saison ist noch lang, und die Chance zur Revanche winkt bereits im Ligabetrieb. Lüneburg hingegen kann diesen Erfolg als Sprungbrett für eine erfolgreiche Zukunft nutzen.