Pokal-finale: torwart im tor – warum das keine torwartparade war!
Ein Bild, das im DHB-Pokalfinale für einige Kopfschütteln sorgte: Dejan Milosavljev, der Torwart der Füchse, saß nach einer Parade mit dem Ball im eigenen Tor. Und obwohl es spektakulär aussah, zählte der Treffer nicht. Ein kurioser Moment, der die Regeln des Handballsports auf den Prüfstand stellt.

Die regel, die viele zuschauer verblüffte
Die Situation war denkbar ungewöhnlich: Milosavljev hatte einen Schuss pariert, den Ball aber dabei ins eigene Tor fallen lassen. Die Menge hielt den Atem an, doch Schiedsrichterpfiff blieb aus. Warum? Stefan Kretzschmar, unser DYN-Experte, erklärt es uns: Es geht um den entscheidenden Unterschied zwischen Ballkontrolle und Ballverlust. Der Torwart muss den Ball aktiv kontrollieren, um ihn ins Tor zu werfen – passiert dies passiv, wie in diesem Fall, zählt es nicht.
Die Füchse waren sichtlich überrascht von der Entscheidung, obwohl die Regel klar ist. Es zeigt aber auch, wie schnell sich die Dynamik eines Spiels ändern kann und wie wichtig es ist, die Regeln genau zu kennen. Denn ein Moment der Unachtsamkeit kann entscheidend sein, besonders in einem Pokalfinale.
Die Bilder von Milosavljev im Tor, mit dem Ball im Arm, werden sicherlich lange in Erinnerung bleiben. Sie sind ein Beweis dafür, dass der Handballsport nicht nur schnelle Kombinationen und spektakuläre Würfe bietet, sondern auch für unerwartete und humorvolle Momente sorgt. Und sie erinnern uns daran, dass selbst die erfahrensten Spieler nicht immer die Kontrolle haben – manchmal spielt eben der Zufall mit.
