Pogba kämpft zurück: zweifel, drogenstrafe und die frage nach dem sinn

Paul Pogba, einst eine feste Größe im Weltfußball, hat eine Achterbahnfahrt durchlebte. Nach einer turbulenten Zeit voller Verletzungen, einer Dopingsperre und tiefen Selbstzweifeln scheint der französische Mittelfeldspieler nun den Aufstieg zurück an die Spitze in Angriff zu nehmen. Seine Offenheit über die dunklen Kapitel seiner Karriere ist dabei bemerkenswert.

Die spirale des zweifels: "ich dachte, es reicht nicht mehr"

Die Strapazen der letzten Jahre haben Pogba schwer getroffen. Nicht nur die Muskelverletzungen, die ihn immer wieder zurückwarfen, sondern auch die anschließende Dopingsperre und der damit verbundene Imageschaden nagten an ihm. In einem Gespräch mit seinem ehemaligen Teamkollegen Adil Rami offenbarte er, wie sehr er an seinen Fähigkeiten und seiner Zukunft im Fußball gezweifelt hat. "Sinceramente, hubo momentos en los que dije: 'Ya basta, estoy harto'“, gestand er, was in etwa so viel bedeutet wie: "Ehrlich gesagt, gab es Momente, in denen ich sagte: 'Genug, ich habe die Nase voll'“. Die Last war enorm, die Frage, was er noch tun könnte, um die Situation zu verbessern, quälte ihn.

Pogba beschrieb eine Phase der Orientierungslosigkeit, in der er sich fragte, warum er überhaupt noch trainiere. Die Worte seiner Frau, die ihn immer wieder zum Training drängte, wirkten in diesen Momenten wie hohle Phrasen. Eine Zeit, in der er sich komplett verloren fühlte und die Sinnhaftigkeit seiner Karriere infrage stellte. Die Selbstgespräche waren hart: "Te haces preguntas como: '¿Volveré? ¿Volveré a jugar al fútbol? ¿Encontraré un equipo? ¿Podré recuperar mi mejor nivel?'“, so Pogba, was übersetzt bedeutet: "Man stellt sich Fragen wie: 'Werde ich zurückkommen? Werde ich wieder Fußball spielen? Werde ich einen Verein finden? Werde ich mein bestes Level zurückgewinnen?'“.

Die unterstützung, die zählte: fans und familie geben kraft

Die unterstützung, die zählte: fans und familie geben kraft

Trotz der tiefen Krisen gab es immer Lichtblicke. Die Unterstützung seiner Familie und Freunde, aber vor allem die bedingungslose Zuneigung der Fans von Juventus Turin und Manchester United, gaben ihm die Kraft, weiterzukämpfen. Die Wertschätzung, die er durch Nachrichten in den sozialen Medien und Applaus in den Stadien spürte, motivierte ihn, nicht aufzugeben. „Amigos, familiares y seres queridos me han ayudado“, betonte er, also „Freunde, Familie und geliebte Menschen haben mir geholfen“. Diese Momente der Verbundenheit waren entscheidend für seinen Weg zurück.

Es bleibt abzuwarten, ob Pogba seine frühere Form wiederfinden kann. Doch eines ist klar: Er hat eine bemerkenswerte innere Stärke bewiesen, indem er sich seinen Dämonen gestellt und den Willen gefunden hat, weiterzukämpfen. Sein Kampfgeist und seine Offenheit machen ihn zu einer inspirierenden Figur im Weltfußball.