Pogacars geheimverletzung: visma-auto riss ihm das knie kaputt

Die Brille war zersplittert, das Gelb zerrissen – und das Knie von Tadej Pogacar ebenfalls. Drei Monate nach seinem vierten Tour-Sieg packt sein Berater Alex Carera aus: Die Kollision mit dem Visma-Begleitauto in der dritten Woche war kein harmloser Auffahrunfall, sondern der Moment, der Pogacars ohnehin angeknackste Patella endgültig zertrümmerte.

Der unfall, den uae vor der welt versteckte

18. Etappe, Startgelände in Bourg-en-Bresse. Pogacar rollt zum Warmfahren, lenkt rechts, Visma-Fahrer schaut links – Bumms. „Ein kompliziertes Pech“, sagt Carera im Podcast Domestique Hotseat. Kompliziert deshalb, weil UAE sofort die Funksprüche abriegelte. Kein Foto, kein Bericht, kein Krankenstand. Intern wurde sofort klar: Wenn Vingegaard & Co. Wind davon bekommen, dass das Gelbe jetzt auch noch lahmt, wird die 18. Etappe zur blutigen Hetzjagd.

Tim Wellens bestätigt: „Er kam zurück, das Knie dick, das Gesicht grau.“ Pogacar selbst schwieg. Stattdessen trat er am Col de la Loze in die Pedale, als wäre nichts gewesen, und schraubte Vingegaard in den letzten 300 Metern noch einmal 17 Sekunden ab. Die Außenwelt feierte Kampfgeist – in der Hotelmaschine wurde Eis nach Eis auf die Patella geklatscht.

Warum uae alles leugnete

Warum uae alles leugnete

Carera lüftet den zweiten Vorhang. „Mein Job war es, die Nachricht einzukapseln. Wenn andere Teams gewusst hätten, dass er kaum treten kann, hätten sie die Schleusen geöffnet.“ Die Mathematik ist gnadenlos: 4:24 Minuten Vorsprung klingt nach Sicherheit, doch bei einem einzigen schlechten Tag im Alpendreieck kann daraus binnen 20 Kilometern eine Vier-Minuten-Pleite werden. UAE spielte Poker auf Leben und Tod.

Die Folge: Pogacar fuhr fortan keine Etappe mehr, die länger als 160 Kilometer war. In der Kabine wurde gestrafft, was zu strecken war. Physiotherapeut Anže Uršič schob Nächte durch, bis die Kniescheibe wieder halbwegs gleitete. Am Rande der Strecken postierten Mitarbeiter Smartphones, um jeden Zuckung zu filmen – Beweise für Sponsoren, dass der Star noch laufen kann.

Die rechnung: 24 sekunden ruhm, ein leben lang schmerz

Die rechnung: 24 sekunden ruhm, ein leben lang schmerz

Paris, Champs-Élysées. Pogacar sprintet sich in die Top Ten, verliert nur gegen Van Aert. Jubel, Konfetti, Mikrophone. Hinten in der Sky-Kabine hält man ihm bereits das MRT-Gehirn hin: Knorpelriss, Innenbandüberdehnung, leichte Patellaspitzenfraktur. Die Saison 2026 steht auf dem Spiel.

Carera zieht Bilanz: „Dank seiner Erfahrung hat er die Phase überstanden. Ohne diese Erfahrung hätte er die Tour verloren.“ Was er verschweigt: Die Erfahrung kostet. Ärzte sprechen von chronischer Patellaspitzenreizung, von einem Knie, das mit 30 Jahren das haben will, was normalerweise ein 40-Jähriger spürt. Pogacar selbst lacht das weg: „Ich habe vier Maillots, das zählt.“

Die Verantwortlichen bei Visma schweigen bis heute. Der Fahrer des Begleitautos wurde intern versetzt, die Dashcam-Aufnahmen existieren nicht mehr – angeblich. Doch die Zahlen lügen nicht: Seit dem 13. Juli 2025 verlor Pogacar auf keiner Bergankunft mehr eine Sekunde. Nicht, weil er stärker wurde, sondern weil er ab da nur noch mit einer Beinbremse fuhr. Die Tour gewinnen mit einem kaputten Knie – das ist die neue Benchmark für alle, die ihm 2026 das Gelb streitig machen wollen.