Pogacar zahlt lehrgeld: strafe und schrecksekunde bei flandern-sieg

Tadej Pogacar krönte sich beim Monument flandern zum Sieger – doch der Triumph war von unerfreulichen Begebenheiten überschattet. Neben einer Geldbuße für unsachgemäße Müllentsorgung musste der Slowene auch einen unerwarteten Zwischenfall mit einem Bahnübergang erleben, der für Nervenkitzel sorgte.

Die strafe: ordnung muss sein

500 Schweizer Franken, das sind 542 Euro, kostete Pogacar eine Verstöße gegen die Müllentsorgungsvorschriften. Eine Summe, die für den bestbezahlten Radsportler der Welt verschmerzbar ist. Allerdings entzog man ihm auch 25 seiner 800 Weltranglistenpunkte – ein kleiner Dämpfer in seiner beeindruckenden Karriere.

Der schreckmoment am bahnübergang

Der schreckmoment am bahnübergang

Das eigentliche Aufsehen erregte jedoch ein Vorfall auf dem Weg zum Sieg. Pogacar, wie viele andere Fahrer darunter auch Red-Bull-Star Remco Evenepoel, ignorierte ein rotes Warnsignal an einem Bahnübergang. „Das war nicht schön. Nicht einmal zehn Meter vor dem Übergang sind drei Männer auf die Straße gesprungen und haben gewunken, um uns anzuhalten“, schilderte Pogacar den Vorfall. In der Hitze des Gefechts hielt er die Personen zunächst für Demonstranten. Die Rennkommissäre handelten entschlossen, und Pogacar musste abrupt bremsen, um eine Kollision zu vermeiden.

Die Gefahr eines Sturzes bei einer Vollbremsung war immens, wie Pogacar betonte. Belgische Medien spekulieren über mögliche Geldstrafen von bis zu 320 Euro und sogar einen kurzzeitigen Führerscheinentzug für die beteiligten Fahrer. Eine tatsächliche Verfolgung dieser Verkehrsverstöße ist jedoch unwahrscheinlich, da solche Situationen an Bahnübergängen bei europäischen Klassikern leider nicht ungewöhnlich sind. Logistisch ist es schlichtweg unmöglich, den Bahnverkehr während eines Rennens über 200 Kilometer Länge passgenau zu stoppen.

Die Rennleitung verzichtete am Sonntag auf härtere Strafen, die das Reglement eigentlich eine Disqualifikation vorgegeben hätten. Stattdessen wurde es mit einem Achselzucken vermittelt: das Risiko war zu hoch, die Umstände zu komplex.

Ein teurer sieg mit augenzwinkern

Ein teurer sieg mit augenzwinkern

Pogacars Sieg in flandern mag mit einer Geldbuße und einem kleinen Punktabzug verbunden sein, doch er bewies einmal mehr seine Klasse und Nervenstärke. Die Szene am Bahnübergang zeigt, dass selbst die größten Stars des Radsports nicht vor unerwarteten Hindernissen und kleinen Pannen bewahrt bleiben. Und die Rennleitung hat gelernt, dass es manchmal besser ist, ein Auge zuzudrücken, als ein Rennen wegen eines Bahnübergangs zum Stillstand zu bringen.